Adler und Henne ...
08/März/2007/08:11 Abgelegt in:Hypnose
Einst sah eine Henne hoch über sich einen Adler. Sie bewunderte den
großen mächtigen Vogel, wie scheinbar mühelos er seine Bahnen zog, und
er erschien ihr wahrhaft als der Herrscher der Lüfte und als König unter
allen Vögeln. Sehnsuchtsvoll schaute sie zu ihm hinauf. Und war es ihr
auch nicht möglich, selbst einmal so elegant durch die Luft zu schweben,
so träumte sie doch, sich mit ihm zu verbinden, so dass sie ein wenig
von seinem Glanz abbekäme und sie in seinem Licht zu leuchten begänne.
Ja sie entflammte in Liebe zu diesem schönen Vogel und versuchte, ihn
auf sich aufmerksam zu machen.
großen mächtigen Vogel, wie scheinbar mühelos er seine Bahnen zog, und
er erschien ihr wahrhaft als der Herrscher der Lüfte und als König unter
allen Vögeln. Sehnsuchtsvoll schaute sie zu ihm hinauf. Und war es ihr
auch nicht möglich, selbst einmal so elegant durch die Luft zu schweben,
so träumte sie doch, sich mit ihm zu verbinden, so dass sie ein wenig
von seinem Glanz abbekäme und sie in seinem Licht zu leuchten begänne.
Ja sie entflammte in Liebe zu diesem schönen Vogel und versuchte, ihn
auf sich aufmerksam zu machen.
Dem Adler waren die Bemühungen der Henne nicht entgangen, und so
schwebte er langsam hinab, um sich zu ihr zu gesellen. Die Henne begann
sogleich die Kraft und Stärke des Adlers zu rühmen und umwarb ihn mit
allerlei Reden über seine erstaunlichen Fähigkeiten und seine Schönheit.
Dies schmeichelte dem Adler, und da er es mochte, von anderen bewundert zu werden, war er einer Verbindung nicht abgeneigt.
Allein die Henne machte zur Bedingung, dass sie gemeinsam ihr Leben auf
dem Hühnerhof verbringen müssten, und der Adler war einverstanden. Die Hühnergesellschaft auf dem Hofe war sehr beeindruckt von der Kraft und Stärke des neuen Vogels. Staunte wie er sich mit starken Schwingen in die Lüfte hob, um von hoch oben wie ein Pfeil herab zu schießen. Allein
es war der Hühnerschar unheimlich, wenn der Adler etwas tat, was
gänzlich außerhalb ihrer Fähigkeiten lag, und so baten sie ihn, sich von
nun an auch auf dem Boden zu bewegen. Dies sei des Hofes Sitte und ein
Zeichen von Treue zu seiner Gemahlin.
Es machte dem Adler nun Schuldgefühle, wenn er Lust bekam, sich in die
Lüfte zu schwingen, und so beschloss er sein weiteres Leben auf dem
Boden zu verbringen. Dort machte er keine gute Figur, ja er hüpfte eher
unbeholfen herum und wurde allmählich zum Gespött des ganzen
Hühnerhofes. Seine Gemahlin wurde unzufrieden, denn der Glanz seiner
Erscheinung schien mehr und mehr zu verblassen, anstatt auf sie
überzufließen. Indem er sich das Fliegen verbat, begann er zudem fett zu
werden und wurde zu einem plumpen Vogel, der von einem Bein aufs andere wankte.
Bald wusste die Henne nicht mehr, was sie so faszinierend an ihm
gefunden hatte, und begann ihn heftig zu kritisieren. Er solle sich
endlich richtig benehmen, und überhaupt wie er aussehe, war ihre Rede.
In der Hoffnung es ihr recht zu machen, ließ er sich den Schnabel
schneiden und die Federn stutzen, doch statt besser wurde es nur
schlimmer. Schließlich schalt sie ihn einen Waschlappen und einen
Trottel und sagte, er sei eine bedauernswerte Erscheinung und es sei
eine Qual zu sehen, was aus ihm geworden wäre. So dauerte es nicht
lange, bis sie ihn verließ.
Enttäuscht und gekränkt wollte er nun von dannen fliegen, doch sein
Gewicht und seinen gestutzten Flügel hinderten ihn, sich in die Luft zu
heben. Es dauerte lange, bis seine Flügel wieder gewachsen waren, und er
brauchte noch länger, um zu seinen Kräften zurückzufinden.
Jetzt fliegt er wieder und dankt dem Tag, an dem ihn seine Henne
verlassen hat.
schwebte er langsam hinab, um sich zu ihr zu gesellen. Die Henne begann
sogleich die Kraft und Stärke des Adlers zu rühmen und umwarb ihn mit
allerlei Reden über seine erstaunlichen Fähigkeiten und seine Schönheit.
Dies schmeichelte dem Adler, und da er es mochte, von anderen bewundert zu werden, war er einer Verbindung nicht abgeneigt.
Allein die Henne machte zur Bedingung, dass sie gemeinsam ihr Leben auf
dem Hühnerhof verbringen müssten, und der Adler war einverstanden. Die Hühnergesellschaft auf dem Hofe war sehr beeindruckt von der Kraft und Stärke des neuen Vogels. Staunte wie er sich mit starken Schwingen in die Lüfte hob, um von hoch oben wie ein Pfeil herab zu schießen. Allein
es war der Hühnerschar unheimlich, wenn der Adler etwas tat, was
gänzlich außerhalb ihrer Fähigkeiten lag, und so baten sie ihn, sich von
nun an auch auf dem Boden zu bewegen. Dies sei des Hofes Sitte und ein
Zeichen von Treue zu seiner Gemahlin.
Es machte dem Adler nun Schuldgefühle, wenn er Lust bekam, sich in die
Lüfte zu schwingen, und so beschloss er sein weiteres Leben auf dem
Boden zu verbringen. Dort machte er keine gute Figur, ja er hüpfte eher
unbeholfen herum und wurde allmählich zum Gespött des ganzen
Hühnerhofes. Seine Gemahlin wurde unzufrieden, denn der Glanz seiner
Erscheinung schien mehr und mehr zu verblassen, anstatt auf sie
überzufließen. Indem er sich das Fliegen verbat, begann er zudem fett zu
werden und wurde zu einem plumpen Vogel, der von einem Bein aufs andere wankte.
Bald wusste die Henne nicht mehr, was sie so faszinierend an ihm
gefunden hatte, und begann ihn heftig zu kritisieren. Er solle sich
endlich richtig benehmen, und überhaupt wie er aussehe, war ihre Rede.
In der Hoffnung es ihr recht zu machen, ließ er sich den Schnabel
schneiden und die Federn stutzen, doch statt besser wurde es nur
schlimmer. Schließlich schalt sie ihn einen Waschlappen und einen
Trottel und sagte, er sei eine bedauernswerte Erscheinung und es sei
eine Qual zu sehen, was aus ihm geworden wäre. So dauerte es nicht
lange, bis sie ihn verließ.
Enttäuscht und gekränkt wollte er nun von dannen fliegen, doch sein
Gewicht und seinen gestutzten Flügel hinderten ihn, sich in die Luft zu
heben. Es dauerte lange, bis seine Flügel wieder gewachsen waren, und er
brauchte noch länger, um zu seinen Kräften zurückzufinden.
Jetzt fliegt er wieder und dankt dem Tag, an dem ihn seine Henne
verlassen hat.