Herzinsuffizienz: Auswurffraktion gut - Prognose trotzdem schlecht
25/März/2008/07:33 Abgelegt in:Herz
Patienten mit Herzinsuffizienz haben eine gleichermaßen verkürzte Lebenserwartung unabhängig davon, ob ihre Auswurffraktion erniedrigt oder normal ist.
Der Verlauf von 662 Patienten wurde nach erstmaliger stationärer Aufnahme wegen einer Herzinsuffizienz fünf Jahre beobachtet. Die Diagnose erfolgte nach den Leitlinien der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (Atemnot oder Müdigkeit in Ruhe oder bei Belastung sowie objektive Befunde bei körperlicher Untersuchung und Röntgenthorax) und wurde von zwei Experten validiert. Die Auswurffraktion (EF) wurde anhand von Echokardiografie (684) und/oder Ventrikulografie (103) bestimmt.
Der Verlauf von 662 Patienten wurde nach erstmaliger stationärer Aufnahme wegen einer Herzinsuffizienz fünf Jahre beobachtet. Die Diagnose erfolgte nach den Leitlinien der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (Atemnot oder Müdigkeit in Ruhe oder bei Belastung sowie objektive Befunde bei körperlicher Untersuchung und Röntgenthorax) und wurde von zwei Experten validiert. Die Auswurffraktion (EF) wurde anhand von Echokardiografie (684) und/oder Ventrikulografie (103) bestimmt.
Etwas mehr als die Hälfte (56%) aller Patienten hatten eine normale Auswurffraktion. Dabei war die Altersabhängigkeit beeindruckend: Die Häufigkeit der Herzinsuffizienz mit reduzierter Auswurffraktion (<50%) nahm von der vierten bis zur neunten Lebensdekade von 78% auf 39% ab, während der Anteil mit erhaltener Funktion (>50%) von 22 auf 61% anstieg. Während der fünfjährigen Beobachtungszeit starben 370 (56%) Patienten.
Auch nach Berücksichtigung zahlreicher, möglicher Einflussfaktoren wie Alter, Geschlecht und Begleiterkrankungen hatten Patienten mit und ohne Einschränkung der Auswurffraktion im Verlauf von fünf Jahren die gleiche Sterberate. Kardiovaskuläre und nicht kardiovaskuläre Ursachen waren in beiden Gruppen gleich häufig.
C. Tribouilloy et al. Prognosis of heart failure with preserved ejection fraction: a 5 year prospective population-based study. Eur. Heart J. 29 (2008) 339-347
Quelle: MMW Nr. 10/2008
Auch nach Berücksichtigung zahlreicher, möglicher Einflussfaktoren wie Alter, Geschlecht und Begleiterkrankungen hatten Patienten mit und ohne Einschränkung der Auswurffraktion im Verlauf von fünf Jahren die gleiche Sterberate. Kardiovaskuläre und nicht kardiovaskuläre Ursachen waren in beiden Gruppen gleich häufig.
C. Tribouilloy et al. Prognosis of heart failure with preserved ejection fraction: a 5 year prospective population-based study. Eur. Heart J. 29 (2008) 339-347
Quelle: MMW Nr. 10/2008