KHK-Patient in seelischen Nöten - Angsttherapie erspart den Infarkt
02/Januar/2009/09:11 Abgelegt in:Herz
CHICAGO - Weg mit der Angst, furchtlos durchs Leben gehen, heißt die neue Devise für Koronarpatienten (Herzkranzgefäß-Patienten). Denn mit dem passenden seelischen Begleitschutz kann man Herzinfarkt und Koronartod ein Schnippchen schlagen. Die Therapie einer Angststörung verbessert das Überleben von Patienten mit koronarer Herzkrankheit um bis zu 60%. (KHK = „koronare Herzerkrankung“, Verengung der Herzkranzgefäßarterien durch „Verkalkung“ etc.)
Der Zusammenhang zwischen seelischem und arteriellem Wohlergehen wurde in einer prospektiven Kohortenstudie nachgewiesen, berichtete deren Leiter, Dr. YINONG YOUNG-XU von der Lown Cardiovascular Research Foundation auf dem 57. Jahreskongress des American College of Cardiology. An der Untersuchung nahmen insgesamt 516 KHK-Patienten teil. Sie wurden anhand eines Fragebogens in drei Gruppen nach niedrigem, mittlerem und hohem Angstlevel eingeteilt.
Angst treibt alle Risikofaktoren weiter an
Während des Beobachtungszeitraums von knapp dreieinhalb Jahren erlitten 44 Patienten einen nichttödlichen Herzinfarkt und 19 verstarben. Dabei fiel auf: Bei KHK-Patienten, die ihre Angst medikamentös und/oder nichtmedikamentös in den Griff bekommen hatten, sank das Myokardinfarkt - und Todesrisiko um bis zu 60 % im Vergleich zu Personen, deren Angst noch weiter zugenommen hatte. Dieser Zusammenhang war unabhängig von klassischen kardialen Risikofaktoren wie Rauchen, Hochdruck, Diabetes, vorangegangenem Herzinfarkt und übergewicht, betonte Dr. Young-Xu.
Als Ursache vermuten er und seine Kollegen, dass chronische Angst den Sympathikus hochpeitscht und so ventrikuläre Arrhythmien und den plötzlichen Herztod begünstigt. Außerdem treiben erhöhte Katecholaminspiegel (Stresshormone im Blut) Blutzucker, Blutdruck und Blutfette in die Höhe. rft
Fazit: Die Therapie einer Angststörung verbessert das Überleben von Patienten mit koronarer Herzkrankheit.
Quelle: Kolloquium 3/2008
Angst treibt alle Risikofaktoren weiter an
Während des Beobachtungszeitraums von knapp dreieinhalb Jahren erlitten 44 Patienten einen nichttödlichen Herzinfarkt und 19 verstarben. Dabei fiel auf: Bei KHK-Patienten, die ihre Angst medikamentös und/oder nichtmedikamentös in den Griff bekommen hatten, sank das Myokardinfarkt - und Todesrisiko um bis zu 60 % im Vergleich zu Personen, deren Angst noch weiter zugenommen hatte. Dieser Zusammenhang war unabhängig von klassischen kardialen Risikofaktoren wie Rauchen, Hochdruck, Diabetes, vorangegangenem Herzinfarkt und übergewicht, betonte Dr. Young-Xu.
Als Ursache vermuten er und seine Kollegen, dass chronische Angst den Sympathikus hochpeitscht und so ventrikuläre Arrhythmien und den plötzlichen Herztod begünstigt. Außerdem treiben erhöhte Katecholaminspiegel (Stresshormone im Blut) Blutzucker, Blutdruck und Blutfette in die Höhe. rft
Fazit: Die Therapie einer Angststörung verbessert das Überleben von Patienten mit koronarer Herzkrankheit.
Quelle: Kolloquium 3/2008