Eine fatale Kombination
14/September/2007/08:25 Abgelegt in:Herz
Hohe Arbeitsbelastung bei geringer Entscheidungsfreiheit oder Ärger mit dem Chef bzw. Kollegen verursachen negativen Stress - und der kann den Blutdruck und damit langfristig auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen in die Höhe treiben. Eine kürzlich abgeschlossene Studie zeigt, dass solche behandlungsbedürftigen Blutdruckspitzen bei zahlreichen Beschäftigten auftreten - oftmals allerdings völlig unentdeckt.
Für die prospektive kontrollierte Beobachtungsstudie STARLET" wurden bei 5271 Männern und Frauen (mittleres Alter: knapp 45 Jahre) ambulante 24Stunden-Blutdruckmessungen (ABDM) durchgeführt. "Überraschend war, dass wir damit bei 3347 Personen - das sind rund 63,5 % der Berufstätigen - eine Hypertonie entdeckt haben", erklärte Studienleiter Prof. Dr. med. Joachim Schrader vom St.Josef-Hospital in Cloppenburg, d. h. der Tagesmittelwert lag bei rund zwei Dritteln der untersuchten Beschäftigten über 135/85 mmHg. Da
vor allem Blutdruckspitzen diesen Wert in die Höhe trieben, war den meisten Betroffenen ihre Hypertonie bzw. deren Ausmaß unbekannt. (...)
26 % der Teilnehmer wurden als stresspositiv, d. h. als überdurchschnittlich stressbelastet identifiziert. Der Hypertoniker-Anteil unter ihnen war mit 70,5 % deutlich höher als bei den stressnegativen Personen (61,5%). Diese stress-positiven Hypertoniker wiesen im Studienverlauf eine höhere Rate an kardiovaskulären Ereignissen (7,1 %) auf als die stress-negativen (6,2 %).
Dr. Ellen Jahn für die Redaktion Der Allgemeinarzt 2/2007
vor allem Blutdruckspitzen diesen Wert in die Höhe trieben, war den meisten Betroffenen ihre Hypertonie bzw. deren Ausmaß unbekannt. (...)
26 % der Teilnehmer wurden als stresspositiv, d. h. als überdurchschnittlich stressbelastet identifiziert. Der Hypertoniker-Anteil unter ihnen war mit 70,5 % deutlich höher als bei den stressnegativen Personen (61,5%). Diese stress-positiven Hypertoniker wiesen im Studienverlauf eine höhere Rate an kardiovaskulären Ereignissen (7,1 %) auf als die stress-negativen (6,2 %).
Dr. Ellen Jahn für die Redaktion Der Allgemeinarzt 2/2007