Wie Arbeitsstress dem Herz schadet
26/Februar/2008/07:54 Abgelegt in:Herz
In einer umfangreichen Langzeitstudie wurden biologische und Verhaltensfaktoren, über die der Arbeitsstress zur KHK (koronare Herzerkrankung = Erkrankung der das Herz versorgenden Herzkranzgefäße) führen soll, untersucht.
Die Daten der Langzeit-Whitehall-lI-Studie, einer mit 10 308 männlichen und weiblichen Londoner Angestellten (Alter 35-55 Jahre) 1985 begonnenen Langzeitstudie, wurden dafür analysiert. Der Arbeitsstress (Phase 1 und 2) wurde eingeschätzt. Sein direkter Einfluss - veränderte Ausschüttungen des Stresshormons Cortisol (Phase 7) und das metabolische Syndrom (Phase 3) - als auch die indirekt daraus resultierende, ungesunde Lebensweise (Phase 3) wie das Essen von Fastfood, Rauchen und erhöhter Alkoholkonsum wurden erfasst. Weitere Daten waren die Inzidenz der KHK (Phasen 2-7) auf der Basis der Herzinfarkte und Angina pectoris.
Die Daten der Langzeit-Whitehall-lI-Studie, einer mit 10 308 männlichen und weiblichen Londoner Angestellten (Alter 35-55 Jahre) 1985 begonnenen Langzeitstudie, wurden dafür analysiert. Der Arbeitsstress (Phase 1 und 2) wurde eingeschätzt. Sein direkter Einfluss - veränderte Ausschüttungen des Stresshormons Cortisol (Phase 7) und das metabolische Syndrom (Phase 3) - als auch die indirekt daraus resultierende, ungesunde Lebensweise (Phase 3) wie das Essen von Fastfood, Rauchen und erhöhter Alkoholkonsum wurden erfasst. Weitere Daten waren die Inzidenz der KHK (Phasen 2-7) auf der Basis der Herzinfarkte und Angina pectoris.
Arbeitsstress war mit KHK assoziiert.
Er erhöhte bei den Teilnehmern unter 50 Jahren das KHK-Risiko um 68%. Arbeitsstress war in einer Querschnittsstudie mit einem höheren, morgendlichen Cortisolanstieg im Speichel assoziiert. 32% des Arbeitsstresseffektes waren auf ungesunde Verhaltensweisen (metabolisches Syndrom) sowie endokrine Mechanismen zurückzuführen.
KOMMENTAR: Nach dieser Studie ist der Arbeitsstress erwartungsgemäß ein bedeutender Risikofaktor für die KHK unter der jüngeren, arbeitenden Bevölkerung. Deutlich zeigte sich dieser Zusammenhang bei Männern und Frauen unter 50 Jahren. Ältere seien am Arbeitsplatz seltener stressigen Situationen ausgesetzt, der Effekt sei deshalb bei ihnen weniger ausgeprägt, so die Autoren. Das metabolische Syndrom (als Symptomatik eines ungesunden Lebensstils) und neuroendokrine Mechanismen erklären 32% der Unterschiede im KHK-Risiko zwischen Gestressten und nicht Gestressten. Zwei Drittel der Unterschiede bleiben weiter unklar. Die Fortsetzung der Whithall-III-Studie soll hier Aufklärung bieten.
K. MALBERG • Quelle: MMW Nr.7/2008
Er erhöhte bei den Teilnehmern unter 50 Jahren das KHK-Risiko um 68%. Arbeitsstress war in einer Querschnittsstudie mit einem höheren, morgendlichen Cortisolanstieg im Speichel assoziiert. 32% des Arbeitsstresseffektes waren auf ungesunde Verhaltensweisen (metabolisches Syndrom) sowie endokrine Mechanismen zurückzuführen.
KOMMENTAR: Nach dieser Studie ist der Arbeitsstress erwartungsgemäß ein bedeutender Risikofaktor für die KHK unter der jüngeren, arbeitenden Bevölkerung. Deutlich zeigte sich dieser Zusammenhang bei Männern und Frauen unter 50 Jahren. Ältere seien am Arbeitsplatz seltener stressigen Situationen ausgesetzt, der Effekt sei deshalb bei ihnen weniger ausgeprägt, so die Autoren. Das metabolische Syndrom (als Symptomatik eines ungesunden Lebensstils) und neuroendokrine Mechanismen erklären 32% der Unterschiede im KHK-Risiko zwischen Gestressten und nicht Gestressten. Zwei Drittel der Unterschiede bleiben weiter unklar. Die Fortsetzung der Whithall-III-Studie soll hier Aufklärung bieten.
K. MALBERG • Quelle: MMW Nr.7/2008