Notfall Arzneimitteltherapie
03/November/2006/06:23 Abgelegt in:Medikamente
Schätzungsweise 700 000 Personen pro Jahr suchen in den USA wegen unerwünschter Arzneimittelwirkungen eine Notfallambulanz auf; das entspricht 0,6% aller dort behandelten Patienten. Patienten über 65 Jahre sind doppelt so häufig betroffen wie jüngere Menschen, sie müssen demnach auch deutlich häufiger stationär aufgenommen werden.
Rund 40% der unerwünschten Arzneimittelwirkungen sind Folge einer unbeabsichtigten Überdosierung von Medikamenten, die ein Monitoring erfordern wie Insulin, orale Antikoagulanzien (z.B. Marcumar) oder Digitalis. Die Medikamente, die am häufigsten bedrohliche unerwünschte Arzneiwirkungen verursachen, werden übrigens fast alle schon seit mehr als 20 Jahren eingesetzt. JAMA 2006; 296: 1858-66 (Quelle: MMW 44, 02. November 2006).