Damit der Hausarzt nicht ausbrennt

Das Arzt-Patient-Verhältnis ist das Zentrum der Tätigkeit des Allgemeinarztes. Daraus erwächst oft Befriedigung, oft aber auch Frustration. Die Schattenseiten der Profession können zum Burnout-Syndrom führen, einem Phänomen, das in westlichen Ländern unter Ärzten immer öfter registriert wird.

Ein Weg, mit belastenden Erfahrungen fertig zu werden, besteht darin, sie mit anderen zu teilen. Eine Möglichkeit dazu bieten Balint-Gruppen. Schwedische Autoren analysierten einschlägige Erfahrungen von neun Allgemeinärzten. Diese hatten den Eindruck, dass ihre Teinnahme an Balint-Gruppen ihre Sicherheit im Patientengespräch verbesserte; ihr Job machte ihnen wieder Spaß, sie nahmen die Herausforderungen des Berufs gerne an. - Solche Gruppen eignen sich allerdings nicht für jeden Arzt. Zur Burnout-Prophylaxe sollten auch alternative Methoden angeboten werden. Kjeldmand D. et al.: Balint groups as a means to job satisfaction and prevent burnout among general practitioners. Ann Fam Med 6 (2008) 138-145, Quelle: Praxis-Depesche 12/2008