Seltener Migräne mit Biofeedback
29/April/2007/13:05 Abgelegt in:Schmerzen
Als nicht medikamentöses Verfahren zur Behandlung der Migräne werden schon lange Biofeedbackverfahren empfohlen.
Psychologen aus Marburg haben alle 55 Therapiestudien metaanalytisch zusammengefasst, die die Wirksamkeit diverser Biofeedbackverfahren bei Migräne prüften. Insgesamt zeigte sich eine konsistente Effektivität. Der Effekt war klinisch relevant und von ausreichender Dauer. Am deutlichsten war die Frequenz der Migräneattacken rückläufig.
Unter den diversen Biofeedbackverfahren war das Blut-Volumen-Puls-Feedback am wirksamsten, insbesondere, wenn es mit häuslichem Training eingesetzt wurde.
Kommentar: Medikamentös ist die Migräne oft schwer in den Griff zu bekommen. Weitere Nachteile der medikamentösen Migränebehandlung sind die Nebenwirkungen und die Kosten, die bei einer Langzeittherapie erheblich sein können. Vor diesem Hintergrund erscheint eine nichtmedikamentöse Therapie attraktiv. Biofeedback ist gemäß dieser Daten zweifelsohne wirksam. Dennoch wird es relativ selten eingesetzt. Könnte das vielleicht daran liegen, dass das Verfahren von keiner Pharma-Lobby unterstützt wird? E.Ernst Quelle: MMW Nr. 17/2007 (149. Jg.)
Psychologen aus Marburg haben alle 55 Therapiestudien metaanalytisch zusammengefasst, die die Wirksamkeit diverser Biofeedbackverfahren bei Migräne prüften. Insgesamt zeigte sich eine konsistente Effektivität. Der Effekt war klinisch relevant und von ausreichender Dauer. Am deutlichsten war die Frequenz der Migräneattacken rückläufig.
Unter den diversen Biofeedbackverfahren war das Blut-Volumen-Puls-Feedback am wirksamsten, insbesondere, wenn es mit häuslichem Training eingesetzt wurde.
Kommentar: Medikamentös ist die Migräne oft schwer in den Griff zu bekommen. Weitere Nachteile der medikamentösen Migränebehandlung sind die Nebenwirkungen und die Kosten, die bei einer Langzeittherapie erheblich sein können. Vor diesem Hintergrund erscheint eine nichtmedikamentöse Therapie attraktiv. Biofeedback ist gemäß dieser Daten zweifelsohne wirksam. Dennoch wird es relativ selten eingesetzt. Könnte das vielleicht daran liegen, dass das Verfahren von keiner Pharma-Lobby unterstützt wird? E.Ernst Quelle: MMW Nr. 17/2007 (149. Jg.)