Frauen mit hohem Brustkrebsrisiko

Betroffene sind gesundheitsbewusst und neigen zu alternativen Methoden

Immer mehr Menschen, vor allem Frauen, jüngere und gut situierte, entdecken die Komplementärmedizin für sich. Besonders Krebspatienten setzen oft zusätzlich auf alternative Methoden. Eine US-Studie befasste sich mit der Haltung brustkrebsgefährdeter Frauen bezüglich komplementärer Therapien.
Die 243 Studienteilnehmerinnen waren positiv auf Mutationen der Brustkrebsgene BRCAl/2 getestet worden und/oder hatten bereits eine Brust- oder Eierstockkrebs-Erkrankung hinter sich. Sie gaben bei Studienbeginn sowie ein Jahr später per Fragebogen Auskunft über ihr Gesundheitsverhalten.
Beide Gruppen achteten deutlich stärker auf ihre Gesundheit als Frauen mit durchschnittlichem Krebsrisiko. Sie schützten sich besser vor Sonne und trieben regelmäßig Sport; nur 3 % rauchten. Während in der Gruppe der schon einmal Erkrankten gute zwei Drittel sowohl zu Beginn der Studie als auch nach einem Jahr alternative Methoden wie spezielle Diäten, Sport, Yoga, Massagen und Phytotherapie anwendeten, erhöhte sich der Prozentsatz bei den gesunden Hochrisiko-Frauen innerhalb des Jahres nach ihrer Testung von 38% auf 61%.

FAZIT:
Frauen mit hohem Brustkrebsrisiko scheinen bei der Prävention stark auf Komplementärmedizin zu setzen.

Quelle: Praxis-Depesche 22/2006