Brustimplantate halten nicht das ganze Leben lang!

Weltweit haben 5-10 Millionen Frauen Brustimplantate, meist mit Silikongel. Glaubt man den hiesigen Schönheitschirurgen, sind Implantate heutzutage problemlos - bei lebenslanger Haltbarkeitsgarantie, die Hersteller für Implantate gewähren.

Die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA sieht das anders: Sie hatte 1992 die Verwendung von Silikon-Implantaten wegen zunehmender Berichte von Störwirkungen, beispielsweise zu Implantat-Rissen und Induktion von Bindegewebserkrankungen, einschließlich rheumatoider Arthritis, unterbunden.

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Erst nachdem die Hersteller neue Sicherheitsstudien durchgeführt hatten, durften Silikongel-Implantate wieder verkauft werden. Nach Auswertung der aktuellen Daten betont die FDA: Frauen müssen wissen, dass die Implantate nicht ein Leben lang halten. Je länger sie ein Silikon-Implantat tragen, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit von Komplikationen, am häufigsten von Kapselfibrosen, Notwendigkeit von Reoperationen und Entfernung des Implantats, ferner von Implantat-Einrissen, Faltenbildung, Asymmetrie, Narbenbildung, Schmerzen und Infektionen. Aus solchen Gründen benötigen 2-4 von 10 Frauen nach Brustvergrößerung innerhalb von 8-10 Jahren eine erneute Operation, nach Brustrekonstruktionen sogar 4-7 von 10 Frauen.
Die FDA findet keine Belege dafür das Silikon-Implantate Fertilität, Schwangerschaft oder stillen beeinträchtigen oder Bindegewebeserkrankungen verursachen. Die Studien hierfür sind jedoch, so die FDA, weder Genug noch hinreichend lang, um seltene Komplikationen zuverlässig ausschließen zu können. Bei Frauen mit Brustimplantaten werden aber offensichtlich häufiger anaplastische Lymphome diagnostiziert. Der FDA sind „etwa 60“ solcher Ereignisse bei Implantat-Trägerinnen bekannt.

Quelle: arznei-telegramm