"Vitamin €" Kommentar zum Artikel in "Der Spiegel"

Hier können Sie eine fundierte unpolemische Gegendarstellung zum Spiegel-Artikel 3/2012 lesen „Vitamin €“

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Statine erhöhen Diabetes-Risiko deutlich

Bei Frauen, die ihre Wechseljahre hinter sich haben, erhöhen Statine (Cholesterin-Senker) das Diabetesrisiko um nahezu 50% und damit deutlich stärker, als bisherige Metaanalysen nahegelegt hatten.

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Sepsis frißt medizinischen Fortschritt auf!

Antibiotika können Leben retten - solange sie nicht wirkungslos geworden sind. Die Entwicklung von Resistenzen nimmt weltweit Furcht einflößende Ausmaße an.

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Karotten können Antibiotika ersetzen

Vor rund 100 Jahren lag die Überlebenschance eines Heimkindes, das an Diarrhoe erkrankte, bei schmalen 5 %. Da kein Mittel vorlag, die Erreger zu stoppen, verloren die erkrankten Kinder zu schnell zu große Mengen Wasser und Mineralien. Die tragische Situation besserte sich erst mit Einführung einer speziellen Karottensuppe, mit der der Ordinarius der Heidelberger Kinderklinik Professor Ernst Moro 1908 gute Erfolge bei der Bekämpfung der Diarrhoe erzielte. Das Wirkprinzip indes blieb lange verschlüsselt.

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Die "Krankheits-Erfinder"

Die Wirklichkeit außerhalb unserer Praxis läuft SO: zum Artikel

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Arzneimittel-Allergiker ohne Ende?

Jeder dritte Arzneimittel-Allergiker schluckt erneut Allergene: Mehr als 7 % der Bevölkerung leiden an einer Arzneimittel-Unverträglichkeit.

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Die Ärzte sparen, doch der Arzneibedarf nimmt zu

Verordnungsanalyse zeigt, warum die Medikamentenausgaben der Kassen steigen

BERLIN - Die GKV-Arzneiausgaben stiegen 2006 nur um nominal 2 %, wobei der zunehmende Arzneiverbrauch nahezu vollständig durch Arzneipreissenkungen und preisgünstigere ärztliche Verordnungen kompensiert wurde. Das Bild der Arzneiversorgung 2006 schlüsselt das Berliner IGES-Institut im "Arzneimittel-Atlas" wie folgt auf:

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Anatomie des Placeboeffekts

In zwei Studien wurde geprüft, weIche Faktoren beim so genannten Placeboeffekt eine Rolle spielen.

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US-Ärzte nutzen gerne den Placebo- Effekt

BETHESDA (mut). Jeder zweite Internist und Rheumatologe in den USA verschreibt seinen Patienten bewusst und regelmäßig Präparate als Placebos. Nach Daten einer Umfrage sind zudem fast zwei Drittel der Ärzte davon überzeugt, dass diese Praxis ethisch vertretbar ist.

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Ist Placebo ein wirksames Antirheumatikum?

Üblicherweise wird in Arzneimittelstudien ja ein Verum mit Placebo verglichen. Vergleicht man Placebo mit Therapieabstinenz, wird sozusagen das Placebo zum Verum. Die Ergebnisse solcher Studien sind bemerkenswert.

Britische Rheumatologen haben 198 placebokontrollierte Studien mit Osteoarthritispatienten analysiert. 14 dieser Studien hatten eine unbehandelte Kontrollgruppe. Dies erlaubte einen metaanalytischen Vergleich zwischen Placebo- und nicht behandelten Patienten, was wiederum Aussagen über die Effektgröße von Placebo ermöglichte.

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Viele Ärzte verordnen Placebos

In einer Umfrage in Chicago beantworteten 231 überwiegend internistisch tätige Mediziner Fragen zu Einsatz und Einstellung zu Plazebos. 45% gaben an, schon einmal Plazebos verabreicht zu haben, meist um die Patienten zu beruhigen. 80% der Befragten vermuteten, dass auch Kollegen, wenn auch nur selten, Placebos geben.

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Missbrauch von Cannabis ist neurotoxisch

MELBOURNE (hub). Das regelmäßige Rauchen von Cannabis kann die Struktur bestimmter Hirnregionen verändern. Darauf lässt eine Studie mit 15 Männern schließen, die mehr als fünfJoints pro Tag über mehr als zehn Jahre geraucht haben. Die Gehirne der im Mittel 40 Jahre alten Männer wurden mit hoch auflösendem MRT untersucht und die Daten mit denen von Kontrollpersonen verglichen, die nicht kifften (Arch Gen· Psych 65,2008,694).
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MEHR ALS NUR ZUCKERPILLEN - Was Placebos bewirken können

Richtig eingesetzt könnte der Placeboeffekt bei manchen Krankheitsbildern zu den wirksamsten Werkzeugen des Arztes gehören, heißt es in einem Editorial im British Medical Journal. Der Autor bezieht sich auf eine Studie an Patienten mit Reizdarm-Syndrom, die drei verschieden intensive Placebobehandlung erhielten. Die erste Gruppe wurde nur beobachtet, die zweite erhielt eine Scheinakupunktur und die letzte Scheinakupunktur plus ärztliche Betreuung. mehr lesen ...

Neu eingeführte Arzneimittel 2006

Die neu zugelassenen Arzneimittel 2006 sind für die Routine der täglichen Praxis wenig bedeutsam.
Nur drei wurden im Jahr der Zulassung mehr als 10 000 mal verordnet, insgesamt 37 800 Verordnungen (Rimonabant, Rotigotin, Ivabradin).
GardasiI, der "Renner" des Jahres 2007, wurde erst im Oktober 2006 zugelassen.
Im Vorjahr waren es vier mit insgesamt 325 000 Verordnungen. Es werden also weniger ganz neue Medikamente verordnet. Auch die Verordnung der Medikamente, die in den letzten zehn Jahren zugelassen wurden, nimmt ab (2005 = 27,5%, 2006 = 23,7% des Gesamtumsatzes). Das verwundert nicht, denn das Preis-Leistungs-Verhältnis der neuen Medikamente ist in der Regel schlechter als das der älteren: die Preise der mittleren Tagesdosis sind höher, zum Teil viel höher, die Wirkungen und UAW aber weniger gut bekannt. Die Hersteller nutzen bei der Preisgestaltung ihre Monopolstellung und vertrauen auf das gute Funktionieren ihrer Marketinginstrumente - aber die verordnenden Ärzte werden kritischer! Quelle: Der Arzneimittelbrief Januar 2008mehr lesen ...

Akute Sinusitis: Therapie sinnlos

Ob topische Steroide (Cortison-Sprays) oder Antibiotika: Bei den allermeisten Patienten mit akuter Sinusitis (Nasen-Nebenhöhlen-Entzündung) könnten die Ärzte auf diese Medikamente verzichten: In einer kontrollierten Studie an 240 Erwachsenen mit akuter Sinusitis richteten die beiden in den Nebenhöhlen nämlich genauso wenig aus wie das Plazebo. mehr lesen ...

Immer mehr Todesfälle durch Medikamente

TODESFÄLLE: Die medikamentöse Behandlung von Krankheiten hat ihren Preis. In rund zehn Jahren hat sich die Zahl der Arznei-Zwischenfälle verdoppelt, die der Todesfälle durch Arzneien fast verdreifacht. Dabei gehen die Experten von einer viel höheren Dunkelziffer aus.

Mediziner des britischen Nationalen Gesundheitsdienstes (National Health Service, NSH) vermuten, dass nur einer von zehn Todesfällen durch Arzneien ordnungsgemäß gemeldet wird. Eine Ursache der Zunahme ist die Tatsache, dass immer mehr Medikamente verschrieben werden. Schmerzmittel und Psychopharmaka führen dabei die Hitliste an.
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Eine hohe Erwartungshaltung bessert das Therapieergebnis signifikant: Der Glaube an die Therapie bestimmt den Erfolg

Wie sehr die Erwartungshaltung des Patienten den Therapieerfolg bestimmt, zeigt eine zweite Akupunkturstudie.
Deutsche Forscher haben die Daten von vier randomisierten Akupunkturstudien (Gesamtfallzahl 864) reanalysiert. In allen Studien wurden zwölf Behandlungen entweder mit Akupunktur oder mit Scheinakupunktur über acht Wochen appliziert.
Alle Patienten mussten initial Fragen zur Erwartung bezüglich der Wirksamkeit dieser Therapieform beantworten. Der Vergleich derjenigen Studienteilnehmer mit hoher Erwartungshaltung mit denjenigen Patienten mit niedriger Erwartungshaltung erbrachte signifikante Unterschiede. Die Responderrate war in erstgenannter Gruppe 52%, während sie sich in der zweitgenannten Population nur auf 40% belief. mehr lesen ...

Kann Placeboeffekt Sportlern den Schmerz nehmen?

Versuche mit Scheinmedikamenten beim Hanteltraining

FRANKFURT AM MAIN (Smi). Hochleistungssportler greifen, um ihre Schmerzen zu unterdrücken, nicht selten zu Analgetika. Opiate stehen jedoch seit vielen Jahren auf der Liste der im Wettkampfsport verbotenen Präparate. In der klinischen Medizin entfalten Placebos bei Schmerzpatienten mitunter dieselbe Wirkung wie Analgetika. Ließe sich dieser Effekt auch für den Sport nutzen?
Das haben Wissenschaftler der Universität von Turin geprüft. Untersucht wurden 40 Freizeitsportler im Alter zwischen 25 und 40 Jahren, die in vier Teams gegeneinander antraten. Ihre Aufgabe: Unter Schmerzen sollten sie so lang wie möglich Hanteln drücken. Dazu wurde die Durchblutung ihres Oberarms gestaut.
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Nocebo - Die gefährliche Wirkung der Erwartung

Schon ein Blick auf den Beipackzettel reicht, unerwünschte Wirkungen auszulösen / Auch gestörtes Arzt-Patienten-Verhältnis kann Ursache sein
VON SABINE FISCH
Wenn der Patient ein spezifisches negatives Ereignis erwartet, tritt dieses auch ein - das ist die Theorie hinter dem Nocebo-Effekt. Besonders häufig wird dieses Phänomen bei Arzneimitteln nach dem Lesen des Beipackzettels beobachtet.
1948 publizierte der Psychiater Erich Menninger von Lerchenthal diese Geschichte: Studenten der Medizin in Wien drohten einem verhassten Assistenten, ihn zu köpfen. Sie fesselten ihn, verbanden ihm die Augen, platzierten seinen Kopf auf einem Hackklotz. Dann simulierten sie die Exekution, indem sie ihm ein kaltes, nasses Tuch in den Nacken warfen. Der Mann starb auf der Stelle!
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Mit Nasenspray sind Kinder seltener krank

BRNO (eis). Kindern mit Schnupfen helfen Salzwasser-Nasensprays. Bei regelmäßiger Anwendung heilen Erkältungen schneller aus und weiteren Infekten wird vorbeugt.
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Elektronisches Sicherheitssystem fragen! Zu viel Off-Label-Use bei Kids

BONN - Niedergelassene Ärzte stellen derzeit fast jede fünfte Verordnung (17,26 %) für Kinder und Jugendliche off-label aus, das heißt, sie verschreiben zum Beispiel ein Medikament, das für diese Altersstufe eigentlich nicht zugelassen ist. Bei Säuglingen werden sogar drei Viertel der Rezepte off-label ausgestellt.
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Antibiotika schützen nicht vor Rezidiv

PHILADELPHIA (hub). Wer auf die Verordnung von Antibiotika zur Rezidiv-Prophylaxe bei Harnwegsinfekten verzichtet, hat gute Gründe für sein Handeln: Denn Antibiotika verhindern keine erneute Infektion. Das hat eine Studie mit Daten von etwa 75 000 Kindern im Alter von sechs Jahren oder jünger ergeben (JAMA 298, 2007, 179). 611 Kinder hatten einen ersten Harnwegsinfekt, bei 83 von ihnen kam er wieder. Dabei war die Rezidivrate gleich, egal ob Antibiotika zur Prophylaxe gegeben wurden oder nicht.

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Doch das schwache Geschlecht? Unerwünschte Arzneimittel-Effekte plagen Frauen häufiger

BONN - Frauen leiden deutlich öfter als Männer unter Nebenwirkungen einer Arzneimitteltherapie. Auch tödliche Zwischenfälle sind häufiger als beim "starken Geschlecht".
Den "kleinen Unterschied" gibt es offenbar nicht nur in der Anatomie, sondern auch bei der Metabolisierung (Verstoffwechselung) von Arzneimitteln.
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Homöopathie ist KEIN Placebo

Einige Wissenschaftler sind der Ansicht, dass der Glaube an ein Heilverfahren die Linderung bzw. Heilung bestimmter Symptome bewirkt, nicht das in der Homöopathie verwendete Mittel selbst.mehr lesen ...

Ein Nutzen von Antidepressiva ist nicht ausreichend belegt

Zwischen Antidepressiva und Placebo gebe es bei der klinischen Wirksamkeit kaum Unterschiede, sagt der Psychiater Dr. David Healy aus Bangor in Großbritannien. Healy kritisierte nicht nur die mageren Ergebnisse der Metaanalyse von 2002. Auch werde die in Studien benutzte HAMD-Skala als Messinstrument zur Schwere einer depressiven Störung im klinischen Alltag kaum verwendet. Trotzdem sei sie oft der einzige Wirksamkeitsparameter in Untersuchungen.

- 70-90 Prozent der Antidepressiva-Wirkung beruhen auf dem Placebo-Effekt
- Eine statistische Signifikanz auf der HAMD-Skala sagt wenig über den klinischen Nutzen.
- Die Wirksamkeit bei klinisch relevanten Parametern wie der Suizidrate ist nicht belegt

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Gefahr durch Vitaminpräparate

Vitamine gelten als Allheilmittel und Fitmacher. Doch Beta-Karotin, Vitamin A und Vitamin E können möglicherweise schaden. Mediziner der Universität Kopenhagen haben in JAMA eine Studie veröffentlicht, die nahe legt, dass die regelmäßige Einnahme antioxidativer Vitaminzusatzpräparate offenbar das Leben verkürzen kann. Die dänischen Forscher haben in einer Meta-Analyse 68 Studien mit synthetischen Vitaminen mit mehr als 230.000 Teilnehmern ausgewertet. mehr lesen ...

WENIGE TAGE ANTIBIOTIKA - Mehrere Monate resistente Streptokokken

Jeder Kontakt mit Antibiotika erhöht die Antibiotikaresistenz (Resistenz = Widerstandsfähigkeit). Dieser Zusammenhang ist jetzt auch eindrücklich in einer Doppelblindstudie demonstriert worden. 224 gesunde Probanden erhielten vier bzw. acht Tage lang Azithromycin bzw. Clarithromycin (gehören zur Klasse der sog. Makrolid-Antbiotika) oder ein Placebo. Unter der Antibiotikatherapie kam es zu einer drastischen Zunahme von makrolid-resistenten Streptokokken im Mundraum.

Der Unterschied zur Placebogruppe war
selbst nach 80 Tagen noch signifikant. Lancet 2007;369:482-490

Quelle: MMW Nr.8, 22.01.2007
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Stress fördert Sucht

Das Drogenverlangen (craving) ist der entscheidende Faktor für die Aufrechterhaltung einer Sucht. Der Drogen- und Alkoholkonsum kann zur Lösung von Spannungszuständen benutzt werden. Wahrscheinlich spielen fehlende Verarbeitungsstrategien eine entscheidende Rolle bei der Suchtentstehung.

An der Charite in Berlin wurde der Zusammenhang zwischen stressabhängigen Faktoren und dem Verlangen nach Drogen untersucht.
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Langzeit-Medikation - Die Einnahmetreue schwindet nach einem Jahr

Medikamente, die über einen langen Zeitraum eingenommen werden müssen, können nur wirken, wenn die Patienten-Adhärenz stimmt. Wie gut die Therapietreue tatsächlich ist, untersuchte eine amerikanische Arbeitsgruppe anhand von evidenzbasierten kardiovaskulären Medikamenten.

Bei über 1300 Patienten mit KHK kontrollierte man nach einer Herzkatheteruntersuchung die Adhärenz zur Einnahme der folgenden Medikamente: ACE-Hemmer, ASS, Betablocker, Statine. Dazu verglich man die ursprüngliche Verschreibung mit der von den Patienten berichteten tatsächlichen Einnahme nach einem Jahr.
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Todesrate durch Medikamente

Vergiftungen durch verschreibungspflichtige Medikamente haben laut des Centers for Disease Contral and Prevention (CDC) derart zugenommen, dass sie zur zweithäufigsten Ursache unbeabsichtigter Todesfälle in den Vereinigten Staaten geworden sind.
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Wie verwenden Patienten pflanzliche Arzneimittel?

Es ist nicht unbedingt harmlos, wenn Phytopharmaka falsch eingesetzt werden. Patienten benutzen diese Mittel oft, ohne ihren Arzt zu informieren und zu konsultieren. Pflanzliche Heilmittel können dann sehr wohl negativ mit der ärztlich verordneten Medikation interagieren. Und es ist sicherlich auch nicht gesundheitsförderlich, wenn die pflanzlichen Mittel für die falsche Indikation eingesetzt werden.
Im Rahmen des Amerikanischen 'National Health Interview Survey', einer jährlichen Umfrage einer repräsentativen Bevölkerungsstichprobe, wurden im Jahr 2002 Daten zur Pflanzenheilkunde an 30 167 Personen erhoben. Insgesamt setzten 19% pflanzliche Mittel ein, 57% davon für spezifische Gesundheitsprobleme.
Wenn nun dieser Einsatz mit der Datenlage zu den einzelnen Mitteln verglichen wurde - hierzu wurde das Nachschlagewerk "Natural Standard" zugrunde gelegt -, so zeigte sich Erstaunliches: Nur ein Drittel aller Personen setzten pflanzliche Arzneimittel für eine evidenzbasierte Indikation ein. Die Autoren meinen, dass Ärzte eine wichtige Aufgabe hätten, ihren Patienten über die Datenlage zur Phytotherapie aufzuklären.
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Weniger Gutes aus der Natur

Eine Gynäkomastie bei Jungen vor der Pubertät ist bei 90% der Fälle idiopathisch. Anhand von drei Fallbeispielen meinen US-amerikanische Wissenschaftler nun aber einen möglichen Auslöser für eine Vergrößerung der männlichen Brustdüse gefunden zu haben: Kosmetikprodukte, die Lavendelund Teebaumöl enthalten [N Engl J Med 2007; 356: 479-85]. mehr lesen ...

Atemwege bei leichtem Asthma dauerentzündet

Mannheim - Auch bei Patienten mit wiederkehrendem Asthma sind die Atemwege ganzjährig entzündet. Das belegen jetzt die Ergebnisse aus einer Verlaufsstudie sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern. Quelle: Ärzte Zeitung, 22. Mai 2007mehr lesen ...

Probiotika beugen auch bei Alten Durchfällen vor

LONDON (ars). Täglich zwei Gläschen eines gebräuchlichen probiotischen Getränks eignen sich zur Prävention von Durchfällen, die mit einer Antbiotikatherapie einhergehen. Das haben britische Forscher nun auch bei alten Menschen im Krankenhaus nachgewiesen. Quelle: Ärzte Zeitung, 09.07.2007mehr lesen ...

Asthma durch Antibiotika im Säuglingsalter?

Eine kanadische Studie konnte einen Zusammenhang zwischen Antibiotika-Einnahme im Säuglingsalter und späterer Asthma-Erkrankung finden.mehr lesen ...

Hörsturz - Behandeln nicht besser als Placebo

Ein Hörsturz ist ein durchaus häufiges Ereignis, pro Jahr sind 5 - 20 von 100 000 Personen betroffen. Trotzdem gibt es bisher keine evidenzbasierte Behandlung für den plötzlichen Gehörverlust. Es sind zwar positive Effekte für Steroide (Cortison), Virustatika (Antivirenmittel), Vitamine oder hyperbaren Sauerstoff berichtet worden - allerdings nur auf Grund von Studien mit mangelhafter Qualität, wie eine systematische Übersichtsarbeit und eine Metaanalyse zeigen. Im Placebovergleich erwiesen sich systemische (Tabletten oder Infusion für den "ganzen Körper") Steroide als nicht wirksam. Auch zusammen mit Virustatika waren Steroide nicht hilfreicher als alleine. Zwischen Steroiden und den anderen genannten Therapien waren ebenfalls keine Unterschiede feststellbar. Eine gute Nachricht gibt es trotzdem: Die Spontanheilungsraten beim Hörsturz liegen nach Literaturangaben zwischen 32 und 70%. Quelle: MMW 27-28, 28. Juni 2007mehr lesen ...

"Ein Jahr lang VIOXX zu nehmen ist risikoreicher als ein Jahr zu reisen, zu schwimmen oder ein Feuerwehrmann zu sein"

Mit der provokativen Frage "Was ist gefährlicher, Ihre Aspirin oder Ihr Auto? Denken Sie vernünftig nach über Risiken der (Medikamenteneinnahme und ihren Nutzen) startet in der neuesten Ausgabe der renommierten Public-Health-Zeitschrift "Health Affairs" (2007, Volume 26, Nummer 3: 636-646) ein ungewöhnlicher Vergleich, der verblüffende Ergebnisse zutage befördert.
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Medizinischer Honig ist Antibiotika überlegen

"Wien (pts/19.03.2007/10:00) - Gegen Antibiotika resistente Stämme dieses Keims kommen vermehrt dort vor, wo ständig Antibiotika verwendet werden. In manchen Kliniken beruhen bis zu 30% der im Krankenhaus erworbenen Infektionen auf MRSA. MRSA sind weltweit verbreitet. Da einige Stämme bereits absolute resistent gegen sämtliche Antibiotika sind, gibt, oder vielmehr gab es eigentlich keine effiziente Linderung. Doch dann entdeckte man ein altes Hausmittel wieder. Den Honig.mehr lesen ...

Der Wurm als Freund und Heiler

Der Ansatz klingt kurios - fasziniert aber immer mehr Mediziner. Denn bestimmte Darmwürmer könnten neuesten Forschungen gemäss das menschliche Immunsystem positiv beeinflussen.
Quelle: http://www.sonntagszeitung.ch/dyn/news/wissen/743471.htmlmehr lesen ...

Wandern für Sepsis-Forschung?

Der Jenaer Anästhesist Dr. Peter Bauer wanderte 24 Stunden lang 100 Kilometer um die Jenaer Berge und sammelte dabei Spenden für die Sepsis-Forschung. "Bei der Diagnostik und der anschließenden Therapie von Patienten mit Sepsis zählt jede Stunde. Der Weg zur flächendeckenden adäquaten Versorgung Sepsiskranker ist jedoch weit und steinig. Für die Forschung braucht man Ausdauer" erklärt der Arzt.mehr lesen ...

Grippemittel verlieren an Wirkung

Influenza-Viren vom Typ B entwickeln eine Resistenz gegen die Grippemedikamente Relenza und Tamiflu. Dies haben japanische Mediziner während der Grippewelle im Winter 2004-2005 beobachtet und jetzt in JAMA beschrieben.mehr lesen ...

Pharmacocktail im Grundwasser

MedizinRecht.de - Das Frankfurter Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE/www.isoe.de) startete im November 2006 eine bevölkerungsrepräsentative Umfrage zur Arzneimittelentsorgung in deutschen Privathaushalten. Danach ist die ständig steigende Konzentration von Arzneimittelwirkstoffen in Grundwasser und Flüssen auf die unsachgemäße Medikamentenentsorgung der Verbraucher zurückzuführen.mehr lesen ...

Homöopathie wird unter den Deutschen immer beliebter

Für rund 75% aller Deutschen ist Homöopathie ein fester Begriff - das sind rund 10% mehr als vor 10 Jahren. mehr lesen ...

Wenige Tage Antibiotika - Mehrere Wochen resistente Streptokokken!!

Jeder Kontakt mit Antibiotika erhöht die Antibiotikaresistenz. Dieser Zusammenhang ist jetzt ausdrücklich in einer Doppelblindstudie demonstriert worden. (Unter Antibiotikaresistenz versteht man die Widerstandsfähigkeit von Bakterien gegen Antibiotika. Bei resistenten Bakterien führt die Behandlung mit einem bestimmten oder mehreren Antibiotika nicht zum Absterben bzw. der Wachstumshemmung der Bakterien. Antibiotikaresistenz ist ein wachsendes Problem. Es gibt Autoren, die behaupten, dass die Folgen der Resistenz, wie zum Beispiel die Sepsis, eine außer Kontrolle geratene Infektion - "Blutvergiftung" - den gesamten "medizinischen Fortschritt" zunichte mache.)mehr lesen ...

Jeder VIERTE Bewohner in Heimen hat ein Arzneimittel-Problem

Gesundheitsprobleme bei Altenheimbewohnern sind oft durch Arzneimittel verursacht, wie eine Studie jetzt ergeben hat. Probleme machen dabei häufig zu hohe Dosen und zu schnelle Titration vor allem von Psychopharmaka. mehr lesen ...

Morbus Crohn: Chronifizierung durch Behandlung?

Die eigentliche Ursache des Morbus Crohn ist weiterhin nicht bekannt. Im Rahmen einer Studie wurde die Entzündungsantwort auf ein akutes Trauma der Darmschleimhaut und auf Stimulation mit Entzündungsmediatoren von Patienten mit Morbus Crohn mit der einer Kontrollgruppe verglichen.mehr lesen ...

Notfall Arzneimitteltherapie

Schätzungsweise 700 000 Personen pro Jahr suchen in den USA wegen unerwünschter Arzneimittelwirkungen eine Notfallambulanz auf; das entspricht 0,6% aller dort behandelten Patienten. Patienten über 65 Jahre sind doppelt so häufig betroffen wie jüngere Menschen, sie müssen demnach auch deutlich häufiger stationär aufgenommen werden.

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Halsentzündung bei Kindern: Antibiotika selten indiziert

"Die Behandlung einer Angina mit Antibiotika bei Kindern verkürzt nicht die Krankheitsdauer. Dies ist auch der Fall, wenn eine Streptokokkeninfektion vorliegt."


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Unerwünschte Arzneimittelwirkung (UAW)

Jeder zweite Todesfall durch UAW wäre vermeidbar.
Überträgt man die Daten einer norwegischen Studie auf Deutschland, sterben bei uns jedes Jahr mehr als 50 000 Menschen an unerwünschten Arzneimittelwirkungen (UAW). Schätzungsweise jeder zweite Todesfall wäre vermeidbar.


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