Pfaffenmilch macht den Darm dicht
02/März/2011/18:00 Abgelegt in:Darmbeschwerden
Langstreckenläufer, die bei großer Hitze unterwegs sind, kennen das Problem: irgendwann streikt der Darm.
Bei körperlicher Anstrengung in heißer Umgebung steigt die Permeabilität der Darmwand um bis zu 250 % an. Um zu verhindern, dass der Organismus mit Toxinen aus dem Darm überschwemmt wird, stellt sich Durchfall ein. Sportliche Höchstleistungen lassen sich unter diesen Umständen nicht erzielen.
Forscher der London School of Medecine and Dentistry haben ein einfaches Mittel entdeckt, mit dem sich die Darmpermeabilität wieder reduzieren lässt: Colostrum von Kühen. Das ist die Milch, die Kühe in den ersten Tagen nach dem Kalben abgeben (auch bekannt als Vormilch, Biestmilch, Pfaffenmilch oder Kuhpriester).
Colostrum bildet im Darm von neugeborenen Kälber einen Schutzfilm. Diesen Effekt kann man auch beim Menschen nutzen. Bei Sportlern, die 14 Tage lang Colostrum getrunken hatten, nahm die Erhöhung der Darmpermeabilität unter Anstrengung um 80 % ab. Colostrum könnte möglicherweise auch Folgen eines Hitzschlages mindern, meinen die Londoner Forscher. Bei uns ist Colostrum nur als Diätmittel zugelassen.
American Journal of Physiology - Gastrointestinal and Liver Physiology, März 2011
Quelle: MMW-Fortschr. Med. Nr. 9/2011 (153. Jg.)
Forscher der London School of Medecine and Dentistry haben ein einfaches Mittel entdeckt, mit dem sich die Darmpermeabilität wieder reduzieren lässt: Colostrum von Kühen. Das ist die Milch, die Kühe in den ersten Tagen nach dem Kalben abgeben (auch bekannt als Vormilch, Biestmilch, Pfaffenmilch oder Kuhpriester).
Colostrum bildet im Darm von neugeborenen Kälber einen Schutzfilm. Diesen Effekt kann man auch beim Menschen nutzen. Bei Sportlern, die 14 Tage lang Colostrum getrunken hatten, nahm die Erhöhung der Darmpermeabilität unter Anstrengung um 80 % ab. Colostrum könnte möglicherweise auch Folgen eines Hitzschlages mindern, meinen die Londoner Forscher. Bei uns ist Colostrum nur als Diätmittel zugelassen.
American Journal of Physiology - Gastrointestinal and Liver Physiology, März 2011
Quelle: MMW-Fortschr. Med. Nr. 9/2011 (153. Jg.)