Fatale Wechselbeziehung: Kranke Psyche - schwaches Herz
Jeder zweite Patient mit Herzinsuffizienz (Herzpumpschwäche) leidet an einer Depression, wovon aber nur die Hälfte diagnostiziert wird, so PD Dr. Kurt Laederach-Hofmann, Bern. Die Frage nach dem kausalen Zusammenhang sei ebenso wenig zu beantworten wie die nach der Henne und dem Ei. (...) Bei Depressiven findet sich ein erhöhter sympathischer und ein verminderter parasympathischer Tonus, außerdem ist die Noradrenalin- und Cortisol-Ausschüttung gesteigert und der Spiegel der proinflammatorischen ("entzündungsfördernden") Zytokine ist erhöht.
"Depressionen induzieren eine endotheliale Dysfunktion (Endothel = Innenhaut der Arterien) und begünstigen somit die Entstehung der Arteriosklerose. Außerdem wird das Gerinnungssystem ungünstig beeinflusst und die Arrhythmie-Bereitschaft erhöht", so Laederbach-Hofmann. (...) Quelle: MMW Nr. 15/2008