DOMINO-EFFEKT - Nichtrauchen ist ansteckend

Wenn ein Raucher seine letzte Zigarette ausdrückt und zum Nichtraucher wird, kann sich das auch auf das Rauchverhalten seines sozialen Umfelds positiv auswirken und einen regelrechten Dominoeffekt auslösen.
Im Rahmen der Framingham Heart Study wurden 12067 Personen von 1971 bis 2003 verfolgt und ihr soziales Netzwerk untersucht. Die Forscher steIlten "Cluster" von Rauchern bzw. Nichtrauchern fest. Eine Änderung des Rauchverhaltens betraf oft die ganze Gruppe. Der Nachahmeffekt war umso stärker, je näher die soziale Bindung zu demjenigen war, der mit dem Rauchen aufhörte: So gab in 67% der Fälle auch der Ehepartner das Rauchen auf, in 25% der Fälle zogen die Geschwister nach, Freunde gaben in 36% und Arbeitskollegen in 34% der Fälle das Rauchen auf, wenn ein Raucher mit gutem Vorbild vorangegangen war.

N Engl J Med 2008;358:2249-2258 ,Quelle: MMW Nr. 23/2008 (150. Jg.)