Todesursache Ehestress
06/November/2008/08:34 Abgelegt in:Herz
Ehemänner sterben mit einer doppelt so hohen Wahrscheinlichkeit wie unverheiratete Männer.
Ehefrauen, die einem Streit mit ihrem Ehemann aus dem Weg gehen, haben ein vierfach erhöhtes Risiko, an Herzkrankheiten und Schlaganfall zu sterben.
Ehefrauen, die einem Streit mit ihrem Ehemann aus dem Weg gehen, haben ein vierfach erhöhtes Risiko, an Herzkrankheiten und Schlaganfall zu sterben.
Dies ist nur ein Teil der erstaunlichen Ergebnisse einer von einem US-Forscherteam der Universität Boston durchgeführten Untersuchung. Es handelt sich um die erste Studie dieser Art, wobei das Team von Elaine Eaker auf die Daten der Framingham Offspring Studie zurückgriff, die seit 1948 in ein Langzeit-Gesellschaftsstudie des National Heart, Lung and Blood durchgeführt wird. Die Gesundheitsdaten von 1943 Männern und 1501 Frauen, die entweder verheiratet waren oder in einer eheähnlichen Beziehung lebten, wurden analysiert und über einen Zeitraum von 10 Jahren beobachtet. Die Ergebnisse erstaunten auch die Forscher. "Verheiratete Männer sind zwar oft Nichtraucher, dennoch sind sie dicker, haben schlechtere Blutwerte und höhere Cholesterinwerte als Singels" erklärte Eaker. Hatten die Männer Ehefrauen, die verärgert oder gestresst von der Arbeit kamen, lag das Risiko an einer Herzkrankheit zu sterben, doppelt so hoch wie bei Unverheirateten. Frauen, die ihren Ärger lieber herunterschluckten, hatten gegenüber extrovertierten und emotionalen Frauen ein vierfach erhöhtes Sterberisiko.
"Die Ergebnisse sind einzigartig" kommentierte Eaker ihre Beobachtungen. "Wir haben Charakteristika der Ehe herausgefunden, die einen Einfluss auf die Gesundheit haben". Ihre Empfehlung: In Zukunft sollten Krankenberichte und Patientenakten standardmäßig auch Screening-Fragen zu psychosozialen Faktoren umfassen. (Quelle: Science Daily, 04. März 2005)
"Die Ergebnisse sind einzigartig" kommentierte Eaker ihre Beobachtungen. "Wir haben Charakteristika der Ehe herausgefunden, die einen Einfluss auf die Gesundheit haben". Ihre Empfehlung: In Zukunft sollten Krankenberichte und Patientenakten standardmäßig auch Screening-Fragen zu psychosozialen Faktoren umfassen. (Quelle: Science Daily, 04. März 2005)