Wie elektrosensibel sind Elektrosensitive wirklich?
12/Mai/2008/07:44 Abgelegt in:Allergien
Unspezifische Symptome wie Kopfschmerzen, Schlaf- und Konzentrationsstörungen oder Nervosität werden von vielen Personen auf "Elektrosmog" zurückgeführt, also auf niederfrequente elektromagnetische Felder wie sie durch Mobilfunk, Basisstationen oder auch Hochspannungsleitungen erzeugt werden. Valide Tests, die Zusammenhänge bestätigen können, fehlen noch. Fakt scheint jedoch, dass bei Elektrosensitiven die Wahrnehmungsschwelle für Strom deutlich geringer ist.
Ob die subjektive elektromagnetische Hypersensitivität (EHS) tatsächlich mit einer erhöhten Empfindlichkeit gegen niederfrequente Ströme korreliert, wurde an drei EHS-Guppen getestet und mit Normwerten von 708 Personen der Allgemeinbevölkerung verglichen: 37 Probanden wurden aus EHS-Selbsthilfegruppen rekrutiert, 29 Probanden mit allgemeinen Gesundheitsproblemen, die sie auf elektromagnetische Felder zurückführten, wurden über Medien ermittelt und 24 Erwachsene, die ihre Schlafprobleme auf nahe Sendemasten bezogen, und aktiv Hilfe suchten. Über eine Elektrode am Unterarm wurde Strom mit steigender Stärke angelegt, die Wahrnehmungsschwelle wurde per Knopfdruck angegeben.
Die Wahrnehmungsschwelle war in allen Gruppen sehr heterogen verteilt. Doch während sich die Probanden aus den EHS-Selbsthilfegruppen in ihrer Empfindlichkeit nicht signifikant von der Kontrollgruppe unterschieden, zeigten Personen mit gesundheitlichen Problemen signifikant geringere Wahrnehmungsschwellen. In diesen beiden Gruppen war jeweils nur ein Proband nicht elektrosensibel.
FAZIT: Verglichen mit der Allgemeinbevölkerung sind subjektiv Elektrosensitive signifikant häufiger elektrosensibel, vor allem wenn sie gesundheitliche Probleme haben. (eW)
Schröttner J et al.: Investigation of electric current perception thresholds of different EHS groups. Bioelectromagnetics 28 (2007) 208-213 Quelle: Praxis-Depesche 5/2008
Die Wahrnehmungsschwelle war in allen Gruppen sehr heterogen verteilt. Doch während sich die Probanden aus den EHS-Selbsthilfegruppen in ihrer Empfindlichkeit nicht signifikant von der Kontrollgruppe unterschieden, zeigten Personen mit gesundheitlichen Problemen signifikant geringere Wahrnehmungsschwellen. In diesen beiden Gruppen war jeweils nur ein Proband nicht elektrosensibel.
FAZIT: Verglichen mit der Allgemeinbevölkerung sind subjektiv Elektrosensitive signifikant häufiger elektrosensibel, vor allem wenn sie gesundheitliche Probleme haben. (eW)
Schröttner J et al.: Investigation of electric current perception thresholds of different EHS groups. Bioelectromagnetics 28 (2007) 208-213 Quelle: Praxis-Depesche 5/2008