Endlich: Es ist vorbei! Endokarditis-Schutz bei Herzklappenfehlern unnötig

DALLAS - Patienten mit Herzklappenerkrankungen müssen nicht mehr generell vor einem zahnärztlichen Eingriff oder einer endoskopischen Untersuchung Antibiotika schlucken. Das hat die American Heart Association (AHA) in ihrer neuesten Richtlinie festgelegt.
Jahrzehnte lang wurde bei Herzklappen-Kranken, die vor einem Eingriff standen, bei dem eine Bakterien-Einschwemmung ins Blut drohte, zuvor mit Antibiotika behandelt. Erst jetzt ist das Risiko der Bakterien-Einschwemmung, welches durch Kauen oder zweimaliges Zähneputzen pro Tag entsteht, um ein Vielfaches höher bewertet worden. Außerdem stehen Gefahren wie Resistenzentwicklung und unerwünschte Arzneiwirkungen wie Allergien einem hypothetischen Nutzen gegenüber. Quelle: Ärzte Zeitung

Unser Kommentar: Diese reflektorische, einem Dogma gleichende, Patienten verunsichernde Antibiotika-Therapie ist uns schon immer ein Dorn im Auge gewesen. Auch diese Kurztherapien haben bei den meisten Patienten, bei denen die Darmflora zuvor mühevoll aufgebaut wurde, wieder zu einer Verschlechterung des Gleichgewichtes zwischen aufbauend wirkenden und abbauend wirkenden Mikroorganismen im Darm geführt. Diejenigen nämlich, die sich nach einer antibiotischen Therapie wieder als erste vermehrten, waren immer die abbauend wirkenden Mikroorganismen, die für Gärung, Verwesung und Fäulnis zuständig sind. Informieren Sie sich über das Thema der Darmsymbioselenkung auf unseren Seiten.