Die Erwartung bestimmt die Wirkung

Wer an die Wirksamkeit eines Schmerzmittel glaubt, spürt eine deutlich stärkere Schmerzlinderung.

Das zeigt eine kleine Studie, in der Probanden einem Schmerzreiz ausgesetzt wurden und dabei per Infusion ein opiodhaltiges Schmerzmittel erhielten. Wussten die Patienten von der Behandlung, war die eine analgetische Wirkung stärker als bei „heimlicher“ Verabreichung. Am geringsten war der Effekt, wenn die Patienten dachten, die Infusion sei beendet worden. Studienerstautorin Dr. Ulrike Bingel vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf vermutet, dass eine negative Erwartung und die Angst vor dem Schmerz den Effekt des Opioids aufheben.

Sci TransLMed 2011,3 (70);70ra14. DOI:10.1126/scitranslmed.3001244
Quelle: MMW-Fortschr. Med.Nr. 8/2011 (153. Jg.) und