Mehr Fehltage wegen psychischer Erkrankungen
19/Februar/2008/07:45 Abgelegt in:Maenner
Die DAK legt Ergebnisse ihres Gesundheitsreports 2008 vor / Männergesundheit im Fokus / Probleme bei Umsetzung von Präventionskonzepten
BERLIN (fuh). Fehltage im Betrieb als Folge von psychischen Erkrankungen sind bei Männern in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen. Das ist ein Teilergebnis des gestern in Berlin vorgestellten DAK-Gesundheitsreports mit Daten aus dem vergangenen Jahr.
BERLIN (fuh). Fehltage im Betrieb als Folge von psychischen Erkrankungen sind bei Männern in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen. Das ist ein Teilergebnis des gestern in Berlin vorgestellten DAK-Gesundheitsreports mit Daten aus dem vergangenen Jahr.
Die DAK hat in diesem Jahr die Männergesundheit in ihrer Analyse in den Fokus gerückt. Ein besonderes Augenmerk richtet der Report auf Depressionen. Fehltage als Folge von psychischen Erkrankungen sind danach bei Männern im vergangenen Jahr im Vergleich zum Jahr 2000 um 18,4 Prozent angestiegen. Dabei, hieß es gestern· in Berlin, sei bei dieser Krankheit von einer hohen Dunkel- Ziffer auszugehen. Männer neigten eher dazu, ihre depressiven Symptome nicht wahrzunehmen, sie zu bagatellisieren' oder zu verleugnen.
Auch zeigten Männer bei Depressionen häufiger andere Symptome wie etwa Aggressionen, erhöhte Risikobereitschaft und Wutausbrüche.
Der mit Hilfe des Berliner IGES-Instituts erstellte Report nennt weitere Details, die sich aus der Auswertung der DAK-Mitgliederstatistik ergeben: Männer sind mit durchschnittlich elf Tagen pro Jahr zwar einen Tag kürzer krank als Frauen. Aber sie erkranken gemessen an den Fehltagen mit 5,8 Prozent fast doppelt so häufig an riskanten Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Frauen mit 3,3 Prozent. Rund fünfmal häufiger als Frauen sind Männer im vergangenen Jahr auch wegen Schlafstörungen im Krankenhaus gewesen. Zwar achteten mehr es als die Hälfte der Männer auf Ernährung und Gesundheit; aber nur jeder fünfte nehme alle zwei Jahre am von der Krankenkasse bezahlten Gesundheitscheck teil. Bei den Frauen sei es jede zweite. Die jährliche Krebsvorsorge besucht nur jeder vierte Mann.
Für DAK-Chef Herbert Rebscher gibt es keinen Zweifel: Männer müssen stärker als bisher zu Vorsorge und Prävention motiviert werden.
Dieses ehrgeizige Ziel sei aber nur schwer zu realisieren, räumte Rebscher ein. Die entsprechenden Angebote erreichen die Männer oft erst gar nicht. Rebscher: "Es genügt nicht, wenn Flyer verteilt und Anzeigen geschaltet werden. Wir müssen die Debatte um Prävention neu justieren." (...)
Quelle: Ärzte Zeitung, 13.02.2008
Auch zeigten Männer bei Depressionen häufiger andere Symptome wie etwa Aggressionen, erhöhte Risikobereitschaft und Wutausbrüche.
Der mit Hilfe des Berliner IGES-Instituts erstellte Report nennt weitere Details, die sich aus der Auswertung der DAK-Mitgliederstatistik ergeben: Männer sind mit durchschnittlich elf Tagen pro Jahr zwar einen Tag kürzer krank als Frauen. Aber sie erkranken gemessen an den Fehltagen mit 5,8 Prozent fast doppelt so häufig an riskanten Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Frauen mit 3,3 Prozent. Rund fünfmal häufiger als Frauen sind Männer im vergangenen Jahr auch wegen Schlafstörungen im Krankenhaus gewesen. Zwar achteten mehr es als die Hälfte der Männer auf Ernährung und Gesundheit; aber nur jeder fünfte nehme alle zwei Jahre am von der Krankenkasse bezahlten Gesundheitscheck teil. Bei den Frauen sei es jede zweite. Die jährliche Krebsvorsorge besucht nur jeder vierte Mann.
Für DAK-Chef Herbert Rebscher gibt es keinen Zweifel: Männer müssen stärker als bisher zu Vorsorge und Prävention motiviert werden.
Dieses ehrgeizige Ziel sei aber nur schwer zu realisieren, räumte Rebscher ein. Die entsprechenden Angebote erreichen die Männer oft erst gar nicht. Rebscher: "Es genügt nicht, wenn Flyer verteilt und Anzeigen geschaltet werden. Wir müssen die Debatte um Prävention neu justieren." (...)
Quelle: Ärzte Zeitung, 13.02.2008