Weil Dünne am meisten kosten - Früher Fett-Tod erfreut den Staat
03/März/2008/08:00 Abgelegt in:Abnehmen
BILTHOVEN - Geld sparen durch Abspeckprogramme? Das ist eine Milchmädchenrechnung. Denn letztlich kommen Dicke den Staat viel billiger.
Es mutet zynisch an, ist aber wahr: Maßnahmen gegen Adipositas sind Gift fürs Gesundheitsbudget.
Es mutet zynisch an, ist aber wahr: Maßnahmen gegen Adipositas sind Gift fürs Gesundheitsbudget.
Das fanden niederländische Forscher heraus, als sie für drei fiktive Gruppen von 20- Jährigen - gesund lebende, übergewichtige und rauchende die Gesundheitskosten anhand der zu erwartenden Erkrankungen berechneten.
Risikobeladene Menschen wurden eher krank, aber auch früher vom Tod dahingerafft und kosteten daher weniger. Zwar verschlangen die Fettleibigen bis zum Alter von 56 Jahren noch den größten Brocken vom Gesundheitsbudget. Dann wurden sie jedoch von den dünnen Nichtrauchern überholt, die als langlebige Senioren noch ausgiebig Gelegenheit hatten, ressourcenverschlingende Krankheiten zu entwickeln. Sie häuften einen Medizinkostenberg von 281 000 € an. Am wenigsten belastend fürs öffentliche Portemonnaie waren Raucher, sie verursachten mit 220 000 € noch geringere Kosten als Dicke (250 000 Euro).
Diese Erkenntnis dürfe jedoch keinesfalls zu Resignation in Sachen Präventivmedizin führen, betonen die Studienautoren. So gehen in die Berechnungen z.B. weder die höhere Produktivität gesunder Menschen noch Kosten für die Versorgung von Hinterbliebenen ein. Zudem sollen Kampagnen gegen Übergewicht und Rauchen nicht Gesundheitskosten sparen, sondern Leid und Tod verhindern. CG
Pieter H.M. van Baal et al., PLoS Medicine 2008; 5: e29, Quelle: Medical Tribune 29.02.2008
Risikobeladene Menschen wurden eher krank, aber auch früher vom Tod dahingerafft und kosteten daher weniger. Zwar verschlangen die Fettleibigen bis zum Alter von 56 Jahren noch den größten Brocken vom Gesundheitsbudget. Dann wurden sie jedoch von den dünnen Nichtrauchern überholt, die als langlebige Senioren noch ausgiebig Gelegenheit hatten, ressourcenverschlingende Krankheiten zu entwickeln. Sie häuften einen Medizinkostenberg von 281 000 € an. Am wenigsten belastend fürs öffentliche Portemonnaie waren Raucher, sie verursachten mit 220 000 € noch geringere Kosten als Dicke (250 000 Euro).
Diese Erkenntnis dürfe jedoch keinesfalls zu Resignation in Sachen Präventivmedizin führen, betonen die Studienautoren. So gehen in die Berechnungen z.B. weder die höhere Produktivität gesunder Menschen noch Kosten für die Versorgung von Hinterbliebenen ein. Zudem sollen Kampagnen gegen Übergewicht und Rauchen nicht Gesundheitskosten sparen, sondern Leid und Tod verhindern. CG
Pieter H.M. van Baal et al., PLoS Medicine 2008; 5: e29, Quelle: Medical Tribune 29.02.2008