Hormonstörung durch Plastik
22/April/2008/08:27 Abgelegt in:Umwelt
HAMBURG - Eine US-Studie liefert den Beweis: Wir führen uns mit dem Essen auch Kunststoffmoleküle in Mengen zu, die bedenkliche Auswirkungen auf den Stoffwechsel haben, berichtet GEO in seiner April-Ausgabe. Bisphenol A (BPA) ist eine hormonell wirksame Chemikalie. Versuche ergaben, dass diese bei männlichen Tieren eine verringerte Spermienproduktion, bei weiblichen eine verfrüht einsetzende Geschlechtsreife verursacht. BPA findet sich in Lebensmittelfolie, Babyflaschen oder auch in Zahnfüllungen.
Wissenschaftler der staatlichen Zentren für Krankheitskontrolle und Prävention in den USA haben Urinproben von 2500 repräsentativ ausgewählten Personen untersucht und fanden bei 92 Prozent der Proben messbare Mengen von BPA. Die Konzentration war "substantiell höher als jene, die in Tierversuchen bereits zu Krankheiten und Geburtsschäden geführt hatte".
Die Chancen für eine BPA-Reduktion stehen indes schlecht: Die EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit hat im vergangenen Jahr die Grenzwerte für die BPA-Aufnahme von täglich 10 auf 50 Mikrogramm pro Kilogramm Körpergewicht heraufgesetzt. Säuglinge nehmen derzeit 13 Mikrogramm der Chemikalie pro Kilogramm auf - knapp ein Drittel mehr als nach dem früheren Grenzwert zulässig. Quelle: presseportal.de, 14.03.2008
Die Chancen für eine BPA-Reduktion stehen indes schlecht: Die EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit hat im vergangenen Jahr die Grenzwerte für die BPA-Aufnahme von täglich 10 auf 50 Mikrogramm pro Kilogramm Körpergewicht heraufgesetzt. Säuglinge nehmen derzeit 13 Mikrogramm der Chemikalie pro Kilogramm auf - knapp ein Drittel mehr als nach dem früheren Grenzwert zulässig. Quelle: presseportal.de, 14.03.2008