Und es gibt ihn doch!

L'AOUILA - Alle Jahre wieder wird die Lust der Frauen auf den Punkt gebracht. Jetzt will ihn wieder jemand dingfest gemacht haben - den G-Punkt. Und das mit einer äußerst simplen Methode.
Auf der Suche nach dem sagenumwobenen Punkt scannte das Forscherteam um Emmanuele Jannini von der Universität von L'Aquila mithilfe eines Ultraschallgeräts bei insgesamt 20 Frauen den Bereich der Vagina, der nach vorn in Richtung Bauchwand zeigt und der den G-Punkt beherbergen soll. Die Existenz des G-Punkts ist jedoch umstritten, da er bisher nicht eindeutig anatomischen Strukturen zuzuordnen war. Bei den Probandinnen, die angaben, allein durch vaginale Stimulation zum Orgasmus zu kommen, stellten die Forscher ein messbar dickeres Gewebe zwischen Vagina und Harnröhre fest als bei denen ohne diese Fähigkeit. Das deute ganz klar auf die Existenz eines G-Punktes hin und zeige, dass nicht jede Frau einen solchen besitze, schreiben die italienischen Forscher im NEW SCIENTIST. Die Annahme, Frauen ohne das verdickte Gewebe besäßen keinen G-Punkt, stößt auf Kritik. Es könnte auch umgekehrt sein, dass vaginale Orgasmen die vordere Scheidenwand trainierten und sie deswegen vergrößert sei, mutmaßt die Psychologin Leonore Tiefer von der New York University. Solcherlei Einwände verunsichern Jannini nicht. Seine Ergebnisse deckten sich schließlich mit denen früherer Studien.
• (Der G-Punkt, benannt nach dem deutschen Arzt Ernst Gräfenberg, war bisher nicht lokalisierbar). Quelle: Der Kassenarzt Nr.4/März 2008

Kommentar: Egal, ob Sie als Frau diesen Punkt haben oder nicht, haben Sie mal überlegt, wie diese Scheidenschleimhaut, die aus dem gleichen embryonalen Gewebe entsteht wie beim Mann der Hodensack, überhaupt in die Lage kommt, so etwas wie Orgasmen zu produzieren?
Richtig: Sie benötigen Ihr Gehirn dazu, benötigen für den Orgasmus und für eine funktionierende Vaginalschleimhaut eine positive Erwartungshaltung, ein lustvolles positives Bild in Ihrem Gehirn. D.h. immer wenn es nicht klappt im Bett, ist zu überlegen, welche anderen gelernten Bilder in Ihrem Kopf möglicherweise die Funktion stören. Lernen Sie in sich zu gehen, statt die ganze Zeit außer sich zu sein. Lernen Sie Selbstorganisatorische Hypnose.