Stress bricht gesunder Frau das Herz

Akute Angina pectoris und Infarktzeichen ohne Koronarstenose
Rostock - Vielleicht doch nicht so rar wie immer gedacht ist das "Broken-Heart-Syndrom": der Tod von Herzmuskelzellen als Folge von Angst, Trauer und anderer emotionaler Belastung. Kollegen der Universität Rostock berichten über eine Fallserie.
Sechs Frauen wurden mit den Symptomen eines akuten Herzinfarktes incl. typischen EKG- und Blutwertveränderungen in die Klinik eingewiesen. Bei keiner der Frauen liess sich eine verantwortliche Herzkranzgefäßverengung feststellen, die schulmedizinisch ein MUSS für einen Herzinfarkt ist.
Vorausgegangen war in allen Fällen starker emotioneller Stress (Beinahe-Ertrinkungstod, bewaffneter Raubüberfall, schwere physische und psychisch-emotionelle Belastungen). Die Stresshormone waren bei allen Patientinnen 4-fach höher als beim klassischen Herzinfarkt und gegenüber dem Normwert 32-fach erhöht!
Thilo Kleinfeldt et al., Dtsch Med Wochenschr 2007; 132: 87-90