Hypnose hilft bei Heuschnupfen

Allergische Erkrankungen weisen oft eine psychosomatische Komponente auf. Ob diese Komponente durch Hypnose zu beeinflussen ist, untersuchte jetzt ein Forscherteam vom Universitätshospital Basel. Dazu wurden 79 Patienten mit allergischer Rhinitis in zwei Gruppen aufgeteilt. Die erste Gruppe erlernte eine Autosuggestionstechnik, um in einen Trance-ähnlichen Zustand zu gelangen. Dabei sollten sich die Probanden auf allergenfreie Umgebungen, wie zum Beispiel eine Winterszenerie mit glitzernden Eiskristallen, konzentrieren. Die zweite Gruppe diente als Kontrolle.
Tatsächlich hatten sich nach einer Pollensaison in der Hypnosegruppe sowohl Symptom- als auch Medikationsscore im Vergleich zur Kontrolle signifikant gebessert (p < 0,001), auch war die subjektive Lebensqualität gestiegen.
Als in der folgenden Pollensaison auch die Kontrollgruppe die Hypnosetechnik anwenden durfte, verschwanden die beobachteten Unterschiede wieder. Die Autoren berichten, dass die Selbsthypnose oft schon nach wenigen Minuten zu einem Rückgang der allergischen Beschwerden führte, und empfehlen ihre Methode als adjuvante Therapie. (es)

Langewitz W et al. Psychother Psychosom 2005; 74: 165-72
, Hautnah Dermatologie 2005/05