Sterberate Dicker ist hoch auf Intensivstationen

MÜNCHEN (eb). Adipöse Patienten haben Nachteile, wenn sie operiert werden oder eine intensivmedizinische Behandlung benötigen. So hat eine Studie mit fast 1400 chirurgischen Intensivpatienten ergeben: Jeder Dritte mit einem BMI (Body-Mass-Index) über 40 starb.
Die Sterberate Normalgewichtiger hingegen lab bei 12%. Das hat die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie mitgeteilt.
Hinzu komme bei stark Übergewichtigen: Sie benötigen für Injektionen längere Nadeln und auch spezielle Beatmungsschläuche. Auch sind Operationstische, Betten und Röntgenapparate nötig, die einem großen Leibesumfang und hohem Gewicht angepasst sind sowie motorisch betriebene Betten, da die Kraft der Pfleger nicht ausreicht, die Patienten zu bewegen. Auch die Medikamentendosierung sei häufig schwierig. Es fehlten für viele Medikamente Studienergebnisse, wie auf Grund des Übergewichts dosiert werden muss.
Quelle: Ärzte Zeitung 13.04.2007