Gefährliches Pressen mit den Zähnen - Kiefermuskulatur triggert Kopfschmerzen

Unbewusstes Pressen mit den Zähnen kann Migräneattacken und Spannungskopfschmerzen triggern. Grund dafür ist die überaktive Kiefermuskulatur, sagte der Zahnarzt Siegfried Leder, der in Landshut eine interdisziplinäre Praxis für Kopf- und Gesichtsschmerzen betreibt. "Patienten mit chronischen Spannungskopfschmerzen pressen mit den Zähnen vierzehn mal häufiger als asymptomatische Kontrollpersonen", sagte Leder beim Deutschen Schmerztag in Frankfurt am Main.

Im Unterschied zum Knirschen verursacht das Pressen keine Zahnschäden, weshalb der Zusammenhang oft unerkannt bleibt. Übliche Okklusionsschienen verschlimmern die Kopfschmerz-Symptomatik unter Umständen, weil sie das Pressen eher verstärken.

Besser sei bei solchen Patienten eine spezielle, in den USA entwickelte Schiene: NTI-tss (nozizeptive trigeminale Inhibition - tension suppression system). Sie ist von Zahntechnikern einfach herstellbar, so Leder, und wird über den oberen zwei oder vier Schneidezähnen getragen, meist ausschließlich nachts. Damit besteht zwischen Ober- und Unterkiefer nur noch Frontzahnkontakt und es kann zwischen den Kiefern kein hoher Druck mehr ausgeübt werden. Die Aktivität der Kiefermuskulatur wird deutlich reduziert, wie elektromyografische Messungen ergeben haben. In einer Studie ist es bei über 80% der Migränepatienten angeblich zu einer Reduktion der Attackenfrequenz um 77% gekommen. Diese Ergebnisse müssten jedoch noch bestätigt werden. Derzeit läuft eine Metaanalyse von acht klinischen Studien. TM.

Quelle: Deutscher Schmerztag 2007, Freie Vorträge Session I, ,6. März 2007
MMW Nr. 33-34/2007 (149.-Jg.)

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- Sie, der Patient erzeugen Ihr Symptom, sind nicht Opfer
- Sie haben die Verantwortung, nicht jemand anderes
- Sie sind es, der das Problem lösen muss und kann: Aus Ihnen selbst heraus!
- Das Mittel dazu werde ich, der Behandler, Ihnen geben
- Ihr Unbewusstes ist beteiligt und mit seiner Hilfe werden Sie Ihr Ziel erreichen, wenn Sie das Unbewusste für sich nutzen und mit Ihm konstruktiv verhandeln.