Erkennbare Tendenzen der Volkskrankheiten
20/August/2008/08:59 Abgelegt in:Diabetes
Die Zunahme der Volkskrankheiten ist erschreckend. Eine damit verbundene Kostenexplosion - insbesondere im Hinblick auf Multimorbidität - ist zu erwarten. Allein in Europa schätzt man diese auf circa 105 Milliarden Euro direkte Kosten und circa 64 Milliarden Euro indirekte Kosten. Im europäischen Vergleich nimmt Deutschland beim Verhältnis der Pro-Kopf-Ausgaben im Verhältnis zum Bruttosozialprodukt in Europa eine Spitzenposition ein [J. Real et al., European Heart Journal 27 (2006), 1610-1619].
Schätzungsweise acht Millionen Patienten mit Diabetes mellitus Typ II leben derzeit in Deutschland, mit deutlich steigender Tendenz. In der zunehmenden "Sitzgesellschaft" ist mangelnde Bewegung auch eine der Hauptursachen für Rückenschmerzen. Aus diesen Krankheitsbildern resultieren viele weitere Krankheitsbilder, die sich für Patienten und Kostenträger negativ auswirken. Genaue Daten für die tatsächlichen Kosten liegen leider nicht vor.
Ärzte stellen dabei häufig fest, dass die "Reparatur-Mentalität" unserer Bevölkerung tief verankert ist und dass derzeit bestehende Präventivprogramme bei Patienten häufig erfolglos bleiben, wenn die einzige Motivation der Eigenantrieb sein soll. So werden Diätprogramme selten nachhaltig befolgt und der "gut gemeinte Rat" des Arztes, sich einfach mehr zu bewegen, ohne zusätzliche Anreize nicht umgesetzt. Hinzu kommt, dass es neben der fehlenden fachlichen Anleitung und Aufsicht durch den Arzt meist an dem Willen zur finanziellen Beteiligung des Patienten mangelt, sich initiativ mit dem Thema Bewegung auseinanderzusetzen.
Quelle: Der Kassenarzt-Berater 1/2008
Ärzte stellen dabei häufig fest, dass die "Reparatur-Mentalität" unserer Bevölkerung tief verankert ist und dass derzeit bestehende Präventivprogramme bei Patienten häufig erfolglos bleiben, wenn die einzige Motivation der Eigenantrieb sein soll. So werden Diätprogramme selten nachhaltig befolgt und der "gut gemeinte Rat" des Arztes, sich einfach mehr zu bewegen, ohne zusätzliche Anreize nicht umgesetzt. Hinzu kommt, dass es neben der fehlenden fachlichen Anleitung und Aufsicht durch den Arzt meist an dem Willen zur finanziellen Beteiligung des Patienten mangelt, sich initiativ mit dem Thema Bewegung auseinanderzusetzen.
Quelle: Der Kassenarzt-Berater 1/2008