Warum Kratzen gut tut
01/September/2008/08:51 Abgelegt in:Allergien
Jedem ist klar, dass Kratzen angenehm ist. Sogar, wenn die aufgekratzten Hautbereiche schon bluten, überwiegt oft die Erleichterung. Aber man wusste nicht, warum dies so ist.
Kratzen ist eine Wohltat und es ist schwierig, damit aufzuhören. Warum das so ist, haben Mediziner von der Universität in Winston-Salem (USA) jetzt herausgefunden. Sie haben untersucht, was im Gehirn passiert, wenn sich jemand kratzt. Dabei kratzten sie 13 gesunde Versuchspersonen jeweils fünf Minuten lang in 30-Sekunden-Intervallen am Unterschenkel. Gleichzeitig zeichneten sie mittels funktioneller Kernspintomographie die Hirnaktivitäten auf.
Kratzen ist eine Wohltat und es ist schwierig, damit aufzuhören. Warum das so ist, haben Mediziner von der Universität in Winston-Salem (USA) jetzt herausgefunden. Sie haben untersucht, was im Gehirn passiert, wenn sich jemand kratzt. Dabei kratzten sie 13 gesunde Versuchspersonen jeweils fünf Minuten lang in 30-Sekunden-Intervallen am Unterschenkel. Gleichzeitig zeichneten sie mittels funktioneller Kernspintomographie die Hirnaktivitäten auf.
Während der Kratzphasen waren bestimmte Regionen im Gehirn, die mit unangenehmen Gefühlen verbunden sind, weit weniger aktiv als sonst. Das betraf zwei Bereiche in der Großhirnrinde. Der erste Bereich hat mit der Aversion gegen unangenehme Wahrnehmungen zu tun, der zweite mit Erinnerungen. Das heißt, die negativen Emotionen wurden durch das Kratzen unterdrückt. Möglicherweise unterdrückt Kratzen also den Juckreiz, meinen die Mediziner. Die Hirnregionen waren am wenigsten aktiv, wenn das Kratzen am intensivsten war.
Manchmal berichten Patienten, dass nur intensives Kratzen ihren Juckreiz lindert. "Jetzt haben wir nachgewiesen, dass im Gehirn tatsächlich eine Erleichterung stattfindet.
"Trotzdem würden wir nicht empfehlen zu kratzen, weil das die Haut verletzen kann", erklärte der Studienleiter Gil Yosipovitch. Die Studie brachte weitere Erkenntnisse: Die Mediziner fanden auch Hirnareale, deren Aktivität durch das Kratzen gesteigert wurde. Dies beobachteten sie in zwei Arealen, die Schmerzempfindung und Zwangsverhalten steuern. "Dies könnte den Zwang erklären, immer wieder zu kratzen", so Yosipovitch.
Diese neuen Erkenntnisse wollen die Mediziner jetzt nutzen, um neue Medikamente zu entwickeln, die gezielt die Aktivität der betroffenen Hirnareale beeinflussen. Quelle: PSO aktuell 1/2008
Kommentar: Kratzen kann noch andere meist unbewusste Funktionen haben z.B. eine aggressive Funktion, eine Schutzfunktion oder eine Schuldfunktion. Auch Busse und Selbstbestrafung tauchen auf, wenn Patienten mit ihrem Unbewussten kommunizieren. So lange für das "Gute", was das Kratzen bewirken will, keine Lösung gefunden wird, so lange es im neuen gesunden Ziel nicht enthalten ist, wird sich nur schwerlich eine grundsätzliche Änderung des Gesundheitszustandes erreichen lassen. Informieren Sie sich über Selbstorganisatorische Hypnose auf unseren Seiten!
Manchmal berichten Patienten, dass nur intensives Kratzen ihren Juckreiz lindert. "Jetzt haben wir nachgewiesen, dass im Gehirn tatsächlich eine Erleichterung stattfindet.
"Trotzdem würden wir nicht empfehlen zu kratzen, weil das die Haut verletzen kann", erklärte der Studienleiter Gil Yosipovitch. Die Studie brachte weitere Erkenntnisse: Die Mediziner fanden auch Hirnareale, deren Aktivität durch das Kratzen gesteigert wurde. Dies beobachteten sie in zwei Arealen, die Schmerzempfindung und Zwangsverhalten steuern. "Dies könnte den Zwang erklären, immer wieder zu kratzen", so Yosipovitch.
Diese neuen Erkenntnisse wollen die Mediziner jetzt nutzen, um neue Medikamente zu entwickeln, die gezielt die Aktivität der betroffenen Hirnareale beeinflussen. Quelle: PSO aktuell 1/2008
Kommentar: Kratzen kann noch andere meist unbewusste Funktionen haben z.B. eine aggressive Funktion, eine Schutzfunktion oder eine Schuldfunktion. Auch Busse und Selbstbestrafung tauchen auf, wenn Patienten mit ihrem Unbewussten kommunizieren. So lange für das "Gute", was das Kratzen bewirken will, keine Lösung gefunden wird, so lange es im neuen gesunden Ziel nicht enthalten ist, wird sich nur schwerlich eine grundsätzliche Änderung des Gesundheitszustandes erreichen lassen. Informieren Sie sich über Selbstorganisatorische Hypnose auf unseren Seiten!