GASTROINTESTINALE KARZINOME - Bessere Überlebensraten durch Psychotherapie

In einer randomisierten kontrollierten Studie wurde bei 27 Patienten mit gastrointestinalen Karzinomen der Nutzen einer begleitenden Psychotherapie während des Krankenhausaufenthalts evaluiert. Im Vergleich zur Kontrollgruppe fand sich, so Prof. Wolfgang Fischbach, Aschaffenburg, ein signifikant besseres Überleben nach zehn Jahren bei den psychotherapeutisch behandelten Patienten.
Die Psychotherapie erwies sich als ein unabhängiger prognostischer Faktor, d. h. der Nutzen war unabhängig vom TNM- (Tumorklassifikations-)Stadium, dem Vorliegen eines Residual- ("Rest"-)tumors und der Tumorlokalisation. Dieser therapeutische Gewinn konnte mit relativ geringem Zeitaufwand erreicht werden: Die betroffenen Patienten wurden nur ca. sieben Stunden während des Klinikaufenthalts psychotherapeutisch behandelt.

Quelle: MMW Nr.10/2008