Warum Patienten mit Neurodermitis Stress vermeiden sollten
19/August/2008/07:52 Abgelegt in:Allergien
Etwa 2 bis 3% der Erwachsenen leiden an atopischem Ekzem, dessen Symptome durch Stress oft verstärkt werden. In Schweden untersuchte man kürzlich die neuroimmunologischen Pathomechanismen bei Patienten mit atopischer Dermatitis und chronischem Stress, wobei man besonderes Gewicht auf Nervendichte, sensible Neuropeptide und serotonerges System legte.
Probanden waren acht Frauen und drei Männer, die an aktiver atopischer Dermatitis litten, die sich unter Stress verschlimmerte. An Biopsieproben wurden immunhistochemische Analysen vorgenommen, zur Einschätzung des Stressniveaus ein Speichel-Kortisol-Test.
Man fand mehr Akanthosen und weniger Nervenfasern in Epidermis und papillärer Dermis von befallenen Hautbezirken als bei gesunden. Einen signifikanten Unterschied bei Substanz P und Calcitonin-gene-related - peptid-positiven Nervenfasern konnte man nicht beobachten; doch zeigte die befallene Haut eine Zunahme der epidermalen Fraktion des 5-Hydroxtrytamin-1A-Rezeptors (5HT1A) und der Serotonin-Transporterprotein(SERT)-Immunreaktivität. Die Zahl der 5-HT2A-Rezeptoren, der CD3-positiven Zellen und der SERT-positiven Zellen (die meisten CD3-positiv) war in der befallenen Haut erhöht, ebenso die Mastzellen, die sich meist nahe der Basalmembran befanden, Man fand einen Zusammenhang zwischen 5-HT2AR-positiven Zellen in der papillären Dermis der ekzematösen Haut und niedrigem Kortisol-Verhältnis, welches ein Indikator von chronischem Stress ist.
FAZIT: Bei Neurodermitikern sind unter Stress die Innervation der Haut und die serotonerge Aktivität verändert. Die Patienten sollten Stress vermeiden. (EH) Quelle: Derma-Depesche 5/2008
Lonne- Rahm SB et al.: Neuroimmune mechanisms in patients with atopic dermatitis during chronic stress. JEADV 22 (2008) 11-18
Man fand mehr Akanthosen und weniger Nervenfasern in Epidermis und papillärer Dermis von befallenen Hautbezirken als bei gesunden. Einen signifikanten Unterschied bei Substanz P und Calcitonin-gene-related - peptid-positiven Nervenfasern konnte man nicht beobachten; doch zeigte die befallene Haut eine Zunahme der epidermalen Fraktion des 5-Hydroxtrytamin-1A-Rezeptors (5HT1A) und der Serotonin-Transporterprotein(SERT)-Immunreaktivität. Die Zahl der 5-HT2A-Rezeptoren, der CD3-positiven Zellen und der SERT-positiven Zellen (die meisten CD3-positiv) war in der befallenen Haut erhöht, ebenso die Mastzellen, die sich meist nahe der Basalmembran befanden, Man fand einen Zusammenhang zwischen 5-HT2AR-positiven Zellen in der papillären Dermis der ekzematösen Haut und niedrigem Kortisol-Verhältnis, welches ein Indikator von chronischem Stress ist.
FAZIT: Bei Neurodermitikern sind unter Stress die Innervation der Haut und die serotonerge Aktivität verändert. Die Patienten sollten Stress vermeiden. (EH) Quelle: Derma-Depesche 5/2008
Lonne- Rahm SB et al.: Neuroimmune mechanisms in patients with atopic dermatitis during chronic stress. JEADV 22 (2008) 11-18