Der One-Night-Stand ist nichts für Frauen

Studie untersucht Superkurzbeziehungen und ihre Wirkung auf die Geschlechter

DURHAM - Miese Gefühle am Morgen danach: Trotz aller Lockerheit und sexueller Befreiung sind Frauen für kurze Beischlaf-Vergnügen offenbar nicht geschaffen. In einer Befragung erforschten Wissenschaftler der Universität Durharn das Befinden von 1743 Männern und Frauen am "Morgen danach".
Hierbei traten deutliche Geschlechter- Diskrepanzen zutage. Während der Löwenanteil der Männer sich nach dem sexuellen Abenteuer ohne Beziehungskonsequenzen richtig toll vorkam, empfand nur jede zweite Frau etwas wie Befriedigung oder Glücksgefühl.
Männer hatten auch mehr Interesse daran, dass die Umwelt - Freunde und Bekannte - Notiz von ihrem Abenteuer nahm. Offenbar gefiel es ihnen, sich mit ihrer Eroberung zu schmücken, während sich bei Frauen nicht selten das Gefühl des "Benutzt-worden-Seins" einstellte.

Als Erklärung ziehen die Forscher evolutionstheoretische Thesen heran: Frauen haben natürlicherweise ein Interesse an einem geeigneten Partner für längere Dauer, während Männer problemloser von Bett zu Bett hüpfen können. Warum weibliche Wesen sich dann überhaupt auf One-Night-Stands einlassen, auch dafür gibt es eine Erklärung: die Hormone. Zwischen dem 10. und dem 18. Zyklustag (ovulatorische Phase), so die Kollegen, steigt das Verlangen nach Sex einfach an. ce

Anne Campbell, Human Nature 2008; 19: 157-173 Quelle: Medical Tribune 22.08.2008