Essenzielle Nährstoffe für das Kinder-Gehirn

Von den Ernährungsfaktoren tragen Omega-3-Fettsäuren dazu bei, Gehirnfunktion und psychisches Gleichgewicht in der Wachstumsphase zu fördern. Sie unterstützen die kognitive Leistungsfähigkeit und können zum Beispiel auch die Prävalenz der Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitätsstörung reduzieren.

Die Kaltwasserfisch vorkommenden Omega-3-Fettsäuren EPA (Eicosapentaensäure) und DHA (Docosahexaensäure) spielen für zahlreiche physiologische - insbesondere neurologische - Prozesse eine wichtige Rolle. Sie beeinflussen den Gehirnsstoffwechsel; sie sind wichtig für Zellmembranen, Zellwachstum und Zellregulation. Reich an Omega-3-Fettsäuren sind die Nervenzellen und Synapsen des Gehirns und die Photorezeptoren der Retina.
Studien der letzten Zeit haben gezeigt, dass sowohl Psychomotorik und Intelligenz als auch die Sehschärfe von Säuglingen und Kleinkindern profitieren, wenn ihre Mütter in Schwangerschaft und Stillzeit wird regelmäßig EPA und DAH aufgenommen haben. Würden bei Kindern selbst Omega-3-Fettsäuren supplementiert, verbesserten sich Informationsverarbeitung und Problemlösung. Bei Schulkindern führte die Gabe der Fettsäuren zu gesteigerten verbalem Können.
Erste Studien legen nahe, das Omega-3-Fettsäuren auch Effekte bei neuropsychiatrischen Problemen haben können, vor allem der Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitätsstörung.
Drei Viertel aller Jungen und Mädchen essen zu selten Fisch, um genügend EPA und DHA aufzunehmen. Experten raten deshalb zu Substitution. (...)

Round-Table-Gespräch „Einfluss von Omega-3-Fettsäuren auf die geistige Leistungsfähigkeit und das emotionale Gleichgewicht bei verschiedenen Altersgruppen. Stand der Forschung-Möglichkeiten für die Praxis“, Hamburg, 14.6.2010, Veranstalter: Gesellschaft zur Information über Vitalstoffe und Ernährung (GIVE e.V.)

Quelle: Praxis-Depesche 2/2011