Passivrauchen im Mutterleib: Verqualmte Raumluft vergiftet Babys Blut
02/Oktober/2007/07:28 Abgelegt in:Rauchen
LEICESTER - Rauchende Eltern muten ihrem Nachwuchs eine deftige Noxe zu: Sie zwingen ihre kleinen Babys nachhaltig zum Mitrauchen, was sich an hohen Cotinin-Konzentrationen in deren Urin nachweisen lässt. So fanden sich bei rund zwölf Wochen alten Säuglingen etwa aufs Fünffache erhöhte Konzentrationen von Cotinin, wenn ein Elternteil rauchte, heißt es in den "Archives of Disease in Childhood Fetal and Neonatal".
Cotinin ist ein gut nachweisbares Abbauprodukt von Nikotin. Die schädlichen Auswirkungen waren umso größer: wenn die Mutter Raucherin war, der Schlafraum mit den Eltern geteilt wurde und winterliche Temperaturen herrschten, die Fenster also überwiegend geschlossen blieben. Dies ergab eine britische Studie mit 104 Babys, 71 hatten rauchende Eltern, 33 wuchsen bei Nichtrauchern auf.
D.V. Joseph et al., Arch Dis Child Fetal Neonatal 2007; online first
Quelle: MT, 03.08.2007
D.V. Joseph et al., Arch Dis Child Fetal Neonatal 2007; online first
Quelle: MT, 03.08.2007