Chronische Wirbelsäulenprobleme - Viele Betroffene haben zusätzlich psychiatrische Erkrankungen

Chronische berufsbedingte Wirbelsäulenprobleme sind in der Allgemeinbevölkerung sehr verbreitet. Seit langem ist bekannt, dass die Entstehung von Wirbelsäulenerkrankungen neben der tatsächlichen Arbeitsbelastung auch von psychischen und sozialen Faktoren abhängt. In Texas wurde jetzt untersucht, ob Patienten mit chronischen berufsbedingten Wirbelsäulenerkrankungen häufiger an psychiatrischen Erkrankungen leiden.
Im Rahmen einer Studie wurden 1323 Patienten mit chronischen, berufsbedingten Wirbelsäulenbeschwerden untersucht. Alle Teilnehmer waren bereits mehr als vier Monate wegen ihrer Wirbelsäulenbeschwerden krank geschrieben. Die psychische Situation der Patienten wurde mittels Fragebogen untersucht.
Die Zahl der psychiatrischen Erkrankungen war im Vergleich mit der übrigen Bevölkerung deutlich erhöht. Bei 65% der untersuchten Patienten ließ sich eine psychiatrische Erkrankung feststellen. 56% litten unter Depressionen, 14% der Patienten betrieben einen Medikamentenmissbrauch. 11% hatten eine Angststörung. Bei 70% ließ sich eine Persönlichkeitsstörung nachweisen.
(CF) Quelle: Praxis-Depesche 11/2007