Harte Schicksalsschläge - Stress im Uterus macht schizophren
18/August/2008/12:19 Abgelegt in:Psyche
MANCHESTER - Kann Schizophrenie durch Stress in der Embryonalphase gefördert werden? Eine neue Studie stützt diese Vermutung.
Ein britisch-dänisches Forscherteam suchte in einer Kohorte von 1,38 Millionen Müttern nach Stress in der Schwangerschaft. "Anerkannt" wurden Tod, Krebsdiagnose, Herzinfarkt oder Schlaganfall einer nahe stehenden Person in den sechs Monaten vor der Konzeption und während der Schwangerschaft.
Ein britisch-dänisches Forscherteam suchte in einer Kohorte von 1,38 Millionen Müttern nach Stress in der Schwangerschaft. "Anerkannt" wurden Tod, Krebsdiagnose, Herzinfarkt oder Schlaganfall einer nahe stehenden Person in den sechs Monaten vor der Konzeption und während der Schwangerschaft.
Als gefährlicher Stresszeitraum erwies sich das erste Trimenon. Waren Mütter dann stark belastenden Lebensereignissen ausgesetzt, stieg das Risiko für den Nachwuchs, im späteren Leben eine Schizophrenie zu entwickeln, signifikant an. Nach der Embryonalphase einwirkender Stress kratzte die psychische Gesundheit des Kindes dagegen nicht an. Auch der Tod naher Verwandter vor der Schwangerschaft schädigte die kindliche Gesundheit nicht. CG
Ali S. Khashan et al., Arch Gen Psychiatry 2008; 65: 146-152
Quelle: Medical Tribune 07.03.2008
Ali S. Khashan et al., Arch Gen Psychiatry 2008; 65: 146-152
Quelle: Medical Tribune 07.03.2008