Ungewöhnliche Kuhmilchüberempfindlichkeit

Bei rekurrierenden (wiederkehrenden) Aphthen (kleine weiß-gelbe Entzündungsflecken auf der Mundschleimhaut) sollten auch Überempfindlichkeitsreaktionen gegen Nahrungsmittel in die Überlegungen zur Ätiologie (Entstehungsgeschichte) einfließen, wie der folgende Fall einer 17-jährigen Patientin mit einer schweren und langjährigen Stomatitis (Mundschleimhautentzündung) nahelegt.

Die Histologie (feingewebliche Untersuchung) ergab eine chronische Entzündung, Hinweise auf eine virale (durch Viren bedingte) oder maligne (Krebs-bedingte) Genese (Entstehung) fehlten. Die Laborwerte waren normal. Auch Prick- und Patchtests (klassische allergologische Hauttests) mit Kuhmilchproteinen waren negativ, obwohl die Patientin über ein regelmäßiges Aufflammen der Erkrankung unmittelbar nach Aufnahme von Kuhmilchprodukten berichtete. Eine kuhmilchfreie Diät über sechs Monate brachte die Erkrankung aber zum Stillstand, bei Reexposition (erneuter Konfrontation mit dem Allergen) erschienen die Aphthen erneut. Es wurde die Diagnose rekurrierende Stomatitis aphthosa infolge einer Kuhmilchüberempfindlichkeit gestellt. bk Calderan PE et al.J Eur Acad Dermatal Venereal 2oo8; 22: 898-9

Kommentar: Obwohl sie der Standard in der Allergie-Diagnostik sind, haben Prick- und Patch-Tests nur unsichere Resultate bei Nahrungsmittel-Allergien. Da allergische Reaktionen immer vegetative Reaktionen sind, vertrauen WIR auf Testmethoden, die vegetative Reaktionen des Gesamtsystems testen. Informieren Sie sich über AMSAT-HC oder VICTOR-VPD auf unseren Seiten.