Seichtes Geschwätz zieht runter

Wer glücklich werden will, sollte tiefgründige Gespräche führen.
Psychologen der Universität von Arizona um Dr. Matthias R. Mehl haben nämlich bei 79 Probanden herausgefunden, dass jene, die in Gesprächen überwiegend Banalitäten austauschten, sich eher unglücklich fühlten.

Wer dagegen mit seinem Gesprächspartner über Gefühle und Tiefgründiges redete, verspürte eher Glücksgefühle.
Laut Mehl hatten die glücklichsten Probanden nur etwa ein Drittel so viel seichtes Geschwätz wie die unglücklichsten. Gehaltvolle Gespräche führten die Glücklichen rund doppelt so viele wie die niedergeschlagen wirkenden Probanden. Tristesse war erwartungsgemäß auch mit mehr Einsamkeit verknüpft. Die Psychologen erklären ihre Beobachtungen damit, dass überwiegend seichte Gespräche ein Symptom bzw. eine Folge sozialer Isolation seien, die ja bekanntermaßen depressiv macht.
Wer dagegen gute Freunde habe, mit denen er auch Persönliches besprechen könne, fühle sich natürlich eher geborgen und glücklicher, berichten die Psychologen in der Zeitschrift, "Psychological Science". Quelle. Der Kassenarzt Nr. 4/April 2010