Wandern für Sepsis-Forschung?

Der Jenaer Anästhesist Dr. Peter Bauer wanderte 24 Stunden lang 100 Kilometer um die Jenaer Berge und sammelte dabei Spenden für die Sepsis-Forschung. "Bei der Diagnostik und der anschließenden Therapie von Patienten mit Sepsis zählt jede Stunde. Der Weg zur flächendeckenden adäquaten Versorgung Sepsiskranker ist jedoch weit und steinig. Für die Forschung braucht man Ausdauer" erklärt der Arzt.
Unser Kommentar: Die Sepsis frisst in der Tat einen großen Anteil des medizinischen Fortschritts auf: All die schönen neuen Gerätschaften zur Diagnostik, die Investitionen für die Forschung, ganz zu schweigen von den Folgen dieser Erkrankung, die jeden Tag in den Krankenhäusern stattfinden.

Dabei könnte alles so einfach sein:
1. Durch Reduzieren überflüssiger Antibiotika-Therapien, würden kaum noch Resistenzen erzeugt. Das sind gegen Antibiotika widerstandsfähige Keime, die wir in uns züchten, während wir ein Antibiotikum einnehmen. Diese Resistenzen halten sich über Monate in uns auf!
2. Wenn durch das Abtöten aller Bakterien in unseren Körpern sich zu nächst die abbauend wirkende Fraktion wieder vermehrt, wie das
überall in der Natur der Fall ist, bahnt dies den Weg für eine Infektanfälligkeit. Hier wäre die prophylaktische und die akute Behandlung mit effektiven Probiotika, die aufbauend wirkende Mikroorganismen enthalten, wahrscheinlich das Mittel der Wahl. Leider können sich die Hersteller dieser Produkte - allesamt Nahrungsergänzungsmittel und keine Pharmazeutika - keine klinischen Studien leisten.
3. Eine Sepsis bekommt man nicht "einfach so". Schon Louis Pasteur wusste, dass das " Terrain alles ist, das Bakterium jedoch nichts". Voraussetzungen um gesund zu werden und zu bleiben sind vielschichtig: körperlich, geistig und emotionell. Hier wäre transparenter Unterricht in Gesundheitsfragen, der in der Schule beginnt angezeigt und schon die Kindern lehrt, das Gesundsein und Gesundwerden ein höchst individueller Prozess ist.