In Sachen Mammographie-Screening ...

Wussten Sie schon, dass ...
... wenn 1000 Frauen im Alter von 50-60 Jahren am Mammographie-Screening 10 Jahre lang jährlich teilnehmen, dieses 992 überhaupt nichts nützt, da sie ohnehin nicht am Brustkrebs verstorben wären?
... von den acht gestorbenen nicht gescreenten Frauen MIT Screening immer noch sechs sterben? Also profitieren nur 2 der 1000 gescreenten Frauen, entsprechend 0,2%.
... es aus bisherigen Screening-Programmen keinen Beweis gibt, dass sie die Mortalität an Krebs oder die Gesamtmortalität senken könnten? Daher ist die Screening-Erfassung der beiden Frauen des 1000er-Kollektivs möglicherweise rein kosmetischer Natur.
... die statistische Darstellung in Relativprozenten irreführend ist (Beispiel: 2 von 8 an Brustkrebs erkrankten Frauen ergeben 25 Relativprozent)?
... nach aktuellen Zahlen auf 1 tatsächliche Krebsdiagnose 5 Fehlbenachrichtigungen kommen?
... neben den überflüssigen Interventionskomplikationen auch psychische Schäden bei fehlalarmierten Patientinnen resultieren können, die die geweckte Krebsangst nicht mehr loswerden, was in keiner Statistik steht?
... in Deutschland also für irrationale und aus Einzelfällen angestossene Prestigeprogramme der Ministerinnen Hunderte von Millionen Euro zum Scheunentor hinausgeblasen werden? Quelle: Ärzte Zeitung, Kolumne, 04.09.2008