Sklaven in Weiß
23/Mai/2007/08:26 Abgelegt in:Psyche
Sie bemühen sich jeden Tag um die Gesundheit von anderen, aber die eigene Gesundheit kommt dabei oft zu kurz. Viele Ärzte in Deutschland fühlen sich überlastet, ausgebrannt, depressiv und sogar körperlich beeinträchtigt. Kein Wunder, dass junge Menschen vor dem Arztberuf zurückschrecken und eine steigende Zahl von Medizinern Deutschland den Rücken kehrt.
Seit Anfang der 90-er Jahre hat sich der Ärztenachwuchs fast halbiert. Neben dem als zu theoretisch empfundenen Studium schreckt die angehenden Ärzte vor allem die Arbeitsbelastung im Klinikalltag, berichtet der Arbeitsmediziner Prof. Dennis Nowak aus München.
In der Tat ist es so, dass Klinikärzte jedes Jahr rund 50 Millionen Überstunden leisten, die überwiegend nicht vergütet werden. Ausserdem müssen mittlerweile fast 40% der ärztlichen Arbeitszeit für Dokumentations- und Verwaltungsaufgaben aufgewendet werden. An Ärzte werden hohe Anforderungen gestellt, gleichzeitig haben sie kaum Möglichkeiten, auf ihre Arbeitsbedingungen Einfluss zu nehmen. Ebenfalls als frustrierend erfahren wird das (Miss-) Verhältnis von Leistung und Honorierung, in Form von Gehalt, Arbeitsplatzsicherheit und dem Gefühl von Wertschätzung. Deutschland nimmt zwar international Platz 3 ein, was den Anteil der Gesundheitsausgaben am Bruttosozialprodukt betrifft, bildet aber das Schlusslicht unter den Industrienationen im Hinblick auf die Arzthonorare.
"Ausgerechnet der Berufsstand, der das höchste Sozialprestige hat und sich mit der Gesundheit befasst, erreicht bei der vom Gesundheitszustand abhängigen Lebensqualität nicht mal den Bevölkerungsmittelwert", sagt Dr. Harald Jurkat aus Giessen.
In der Tat ist es so, dass Klinikärzte jedes Jahr rund 50 Millionen Überstunden leisten, die überwiegend nicht vergütet werden. Ausserdem müssen mittlerweile fast 40% der ärztlichen Arbeitszeit für Dokumentations- und Verwaltungsaufgaben aufgewendet werden. An Ärzte werden hohe Anforderungen gestellt, gleichzeitig haben sie kaum Möglichkeiten, auf ihre Arbeitsbedingungen Einfluss zu nehmen. Ebenfalls als frustrierend erfahren wird das (Miss-) Verhältnis von Leistung und Honorierung, in Form von Gehalt, Arbeitsplatzsicherheit und dem Gefühl von Wertschätzung. Deutschland nimmt zwar international Platz 3 ein, was den Anteil der Gesundheitsausgaben am Bruttosozialprodukt betrifft, bildet aber das Schlusslicht unter den Industrienationen im Hinblick auf die Arzthonorare.
"Ausgerechnet der Berufsstand, der das höchste Sozialprestige hat und sich mit der Gesundheit befasst, erreicht bei der vom Gesundheitszustand abhängigen Lebensqualität nicht mal den Bevölkerungsmittelwert", sagt Dr. Harald Jurkat aus Giessen.