Auf zum Sport im Altersheim! Muskeltraining hemmt den geistigen Verfall
29/September/2008/09:12 Abgelegt in:Sport
BAD SCHÖNBORN - Sport in Alten- und Pflegeheimen? Auch gebrechliche Senioren profitieren von gezielten Bewegungsprogrammen. Dies fördert ihre Selbstständigkeit und wirkt geistigem Verfall entgegen.
Die 80-Jährigen und noch Älteren sind die am schnellsten wachsende Altersgruppe in unserer Gesellschaft. Rund ein Drittel der über 80-Jährigen leidet unter Demenz. "Wir müssen früh präventiv tätig werden", fordert Professor Dr. HEINZ MECHLING vom Institut für Sportgerontologie an der Universität Bonn. Er prüft in Modellprojekten in Altenhilfeeinrichtungen, was Bewegungsangebote für Hochaltrige bewirken.
Sein erstes Fazit, das er bei einer Pressekonferenz anlässlich der 12. Jahrestagung der Kommission Gesundheit der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft zog, ist positiv: Programme, die einfache Übungen für Beweglichkeit, Kraft und Koordination - meist in Sitzkreisen - ausführen, bessern den körperlichen Zustand und scheinen dem geistigen Abbau vorzubeugen.
Vor allem geht es um Lebensqualität: "Wenn sie nur wieder die Socken alleine anziehen oder sich selbst die Haare am Hinterkopf kämmen können, bedeutet dies für Pflegeheim-Bewohner bereits sehr viel", unterstrich Dr. SUSANNE TITTLBACH vom Institut für Sport und Sportwissenschaft der Universität Karlsruhe.
Auch die Sturzprophylaxe ist ein wichtiger Aspekt. In den Pflegeheimen der Stadt Ulm fand vor einigen Jahren ein Modellprojekt statt, bei dem die Teilnehmer ein Gruppen - Balancetraining erhielten. Dadurch ließ sich das Sturzrisiko um 45 % reduzieren. Seit 2003 wird das Sturzpräventionsprogramm in Baden- Württemberg angewendet, ab diesem Jahr soll die Implementierung in der gesamten Bundesrepublik mit Unterstützung der AOK vorangetrieben werden, hieß es auf der Veranstaltung. bös Quelle: Medical Tribune 09.05.2008
Sein erstes Fazit, das er bei einer Pressekonferenz anlässlich der 12. Jahrestagung der Kommission Gesundheit der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft zog, ist positiv: Programme, die einfache Übungen für Beweglichkeit, Kraft und Koordination - meist in Sitzkreisen - ausführen, bessern den körperlichen Zustand und scheinen dem geistigen Abbau vorzubeugen.
Vor allem geht es um Lebensqualität: "Wenn sie nur wieder die Socken alleine anziehen oder sich selbst die Haare am Hinterkopf kämmen können, bedeutet dies für Pflegeheim-Bewohner bereits sehr viel", unterstrich Dr. SUSANNE TITTLBACH vom Institut für Sport und Sportwissenschaft der Universität Karlsruhe.
Auch die Sturzprophylaxe ist ein wichtiger Aspekt. In den Pflegeheimen der Stadt Ulm fand vor einigen Jahren ein Modellprojekt statt, bei dem die Teilnehmer ein Gruppen - Balancetraining erhielten. Dadurch ließ sich das Sturzrisiko um 45 % reduzieren. Seit 2003 wird das Sturzpräventionsprogramm in Baden- Württemberg angewendet, ab diesem Jahr soll die Implementierung in der gesamten Bundesrepublik mit Unterstützung der AOK vorangetrieben werden, hieß es auf der Veranstaltung. bös Quelle: Medical Tribune 09.05.2008