HbA1c unter 6,5% für TYP-2-Diabetiker doch zu niedrig?
29/Februar/2008/07:57 Abgelegt in:Diabetes
TYP-2-DIABETES: Erhöhte Sterblichkeit bei fast normalem HbA1c!
Ein Arm einer großen Diabetesstudie musste vorzeitig abgebrochen werden wegen eines verwirrenden Resultates: TYP-2-Diabetiker, die ihren Blutzucker sehr scharf einstellen (HbA1c 6,4% vs. 7,5% in der Kontrollgruppe), scheinen früher zu sterben. Die Ursachen sind unklar.
Ein Arm einer großen Diabetesstudie musste vorzeitig abgebrochen werden wegen eines verwirrenden Resultates: TYP-2-Diabetiker, die ihren Blutzucker sehr scharf einstellen (HbA1c 6,4% vs. 7,5% in der Kontrollgruppe), scheinen früher zu sterben. Die Ursachen sind unklar.
Es handelt sich um die vom "National Heart, Lung und Blood Institute" der USA durchgeführte ACCORD-Studie. Diese untersucht bei 10251 TYP-2-Diabetikern mit hohem kardiovaskulären Risiko (bereits herzkrank oder mehrere kardiale Risikofaktoren) drei Therapiestrategien:
1. Was bringt aggressive Blutdrucksenkung (unter 120 vs. unter 140 mmHg)? 2. Was bringt aggressive Lipidsenkung (Statin vs. Statin plus Fibrat)?
3. Was bringt eine möglichst normnahe Blutzuckereinstellung (HbA1c unter 6% vs.7-7,9%)·
Während die ersten beiden Studienarme weiterlaufen, wurde der dritte Arm abgebrochen. Denn bei intensiver Behandlung waren innerhalb von durchschnittlich vier Jahren 257 (14/1000) Patienten verstorben, bei Standard behandlung 203 Patienten (11/1000) - ein relativer Risikoanstieg von ca. 20%.
Schon jetzt steht fest: Die Patienten verstarben weder an Hypoglykämien noch an vermehrten Herzinfarkten. Es zeigt sich auch keinerlei Assoziation mit einem bestimmten Diabetesmedikament. Die Ursache scheinen vielmehr plötzliche, bisher unklare Todesfälle zu sein. Manche Experten mutmaßen, dass Polypharmazie eine Rolle gespielt haben könnte, denn die intensiv behandelten Patienten erhielten zweifellos sehr viele Medikamente gegen Diabetes, Bluthochdruck und gegen hohe Blutfettwerte zugleich. Auf der anderen Seite ist die Sterblichkeit der Patienten mit 11 bzw. 14 pro 1000 erstaunlich niedrig. Nach bisherigen Erfahrungen liegt die Mortalität von langjährigen Diabetikern mit hohem kardialen Risiko erheblich höher (ca. 5 011 000).
Nun stellen sich zwei Fragen: 1.) Müssen die Leitlinien, die bei TYP-2-Diabetes einen HbA1c-Wert unter 6,5% empfehlen, revidiert werden? Oder ist 2.) die Studie zu früh abgebrochen worden, mit Blick auf die 4-Jahres-Ergebnisse der STENO-2-Studie, siehe Bericht und Abbildung unten.
6. Februar 2008 , Quelle: MMW Nr.7/2008
Unser Kommentar: Hier ist wieder einmal guter Rat teuer: Trotz guter Datenlage und gutem Studiendesign solch ein Ergebnis! Was können wir von "wissenschaftlichen Studien" erwarten, wenn sie uns die ursächlichen Zusammenhänge zwischen dem Auftreten einer Erkrankung und einem Laborwert nicht erklären können?
Sind diese Studien am Ende gar nicht in der Lage, uns ein Wissen zu vermitteln, was uns wirklich gesünder werden lässt in Kenntnis der wahren Ursachen von Krankheit?
So lange die medizinische Wissenschaft bei der Ursachenanalyse der chronischen Erkrankungen im Dunkeln tappt und nur mit statistischen Zusammenhängen verschiedener Ereignisse in Form von Risiken handelt, wird nicht mehr Gesundheit auf der Welt entstehen, sondern weniger.
Vertrauen Sie daher lieber Ihrem UNBEWUSSTEN - dem wahren Spezialisten, der alles weiß und abgespeichert hat. Nutzen Sie die Ressourcen Ihres Gehirns und lernen Sie seine Sprache. Lernen Sie Selbstorganisatorische Hypnose!
1. Was bringt aggressive Blutdrucksenkung (unter 120 vs. unter 140 mmHg)? 2. Was bringt aggressive Lipidsenkung (Statin vs. Statin plus Fibrat)?
3. Was bringt eine möglichst normnahe Blutzuckereinstellung (HbA1c unter 6% vs.7-7,9%)·
Während die ersten beiden Studienarme weiterlaufen, wurde der dritte Arm abgebrochen. Denn bei intensiver Behandlung waren innerhalb von durchschnittlich vier Jahren 257 (14/1000) Patienten verstorben, bei Standard behandlung 203 Patienten (11/1000) - ein relativer Risikoanstieg von ca. 20%.
Schon jetzt steht fest: Die Patienten verstarben weder an Hypoglykämien noch an vermehrten Herzinfarkten. Es zeigt sich auch keinerlei Assoziation mit einem bestimmten Diabetesmedikament. Die Ursache scheinen vielmehr plötzliche, bisher unklare Todesfälle zu sein. Manche Experten mutmaßen, dass Polypharmazie eine Rolle gespielt haben könnte, denn die intensiv behandelten Patienten erhielten zweifellos sehr viele Medikamente gegen Diabetes, Bluthochdruck und gegen hohe Blutfettwerte zugleich. Auf der anderen Seite ist die Sterblichkeit der Patienten mit 11 bzw. 14 pro 1000 erstaunlich niedrig. Nach bisherigen Erfahrungen liegt die Mortalität von langjährigen Diabetikern mit hohem kardialen Risiko erheblich höher (ca. 5 011 000).
Nun stellen sich zwei Fragen: 1.) Müssen die Leitlinien, die bei TYP-2-Diabetes einen HbA1c-Wert unter 6,5% empfehlen, revidiert werden? Oder ist 2.) die Studie zu früh abgebrochen worden, mit Blick auf die 4-Jahres-Ergebnisse der STENO-2-Studie, siehe Bericht und Abbildung unten.
6. Februar 2008 , Quelle: MMW Nr.7/2008
Unser Kommentar: Hier ist wieder einmal guter Rat teuer: Trotz guter Datenlage und gutem Studiendesign solch ein Ergebnis! Was können wir von "wissenschaftlichen Studien" erwarten, wenn sie uns die ursächlichen Zusammenhänge zwischen dem Auftreten einer Erkrankung und einem Laborwert nicht erklären können?
Sind diese Studien am Ende gar nicht in der Lage, uns ein Wissen zu vermitteln, was uns wirklich gesünder werden lässt in Kenntnis der wahren Ursachen von Krankheit?
So lange die medizinische Wissenschaft bei der Ursachenanalyse der chronischen Erkrankungen im Dunkeln tappt und nur mit statistischen Zusammenhängen verschiedener Ereignisse in Form von Risiken handelt, wird nicht mehr Gesundheit auf der Welt entstehen, sondern weniger.
Vertrauen Sie daher lieber Ihrem UNBEWUSSTEN - dem wahren Spezialisten, der alles weiß und abgespeichert hat. Nutzen Sie die Ressourcen Ihres Gehirns und lernen Sie seine Sprache. Lernen Sie Selbstorganisatorische Hypnose!