Stress fördert Sucht
07/August/2007/09:53 Abgelegt in:Medikamente
Das Drogenverlangen (craving) ist der entscheidende Faktor für die Aufrechterhaltung einer Sucht. Der Drogen- und Alkoholkonsum kann zur Lösung von Spannungszuständen benutzt werden. Wahrscheinlich spielen fehlende Verarbeitungsstrategien eine entscheidende Rolle bei der Suchtentstehung.
An der Charite in Berlin wurde der Zusammenhang zwischen stressabhängigen Faktoren und dem Verlangen nach Drogen untersucht.
An der Charite in Berlin wurde der Zusammenhang zwischen stressabhängigen Faktoren und dem Verlangen nach Drogen untersucht.
An der Studie nahmen 450 Patienten teil. Jeweils 150 Patienten waren alkohol- oder opiatabhängig, die restlichen 150 nichtabhängigen Personen dienten als Kontrollgruppe.
Alkohol- und opiatabhängige Patienten unterschieden sich nicht in ihrem Verlangen nach ihren Suchtmitteln. Für die meisten Süchtigen war Stress der wichtigste Auslöser für das Verlangen nach Drogen und Alkohol. An zweiter Stelle folgte das Fehlen von Bewältigungsstrategien. Vorhandene Bewältigungsstrategien waren nur dann mit einem niedrigeren Suchtverlangen verbunden, wenn geringer Stress vorlag. Der vor der Drogeneinnahme verspürte Stress kann zu einer Stresssensibilisierung und einem vermehrten Drogenverlangen führen. (CF)
J Grusser SM et al.: Bur Addict Res 13 (2007) 31-38
Praxis-Depesche 14/2007
Alkohol- und opiatabhängige Patienten unterschieden sich nicht in ihrem Verlangen nach ihren Suchtmitteln. Für die meisten Süchtigen war Stress der wichtigste Auslöser für das Verlangen nach Drogen und Alkohol. An zweiter Stelle folgte das Fehlen von Bewältigungsstrategien. Vorhandene Bewältigungsstrategien waren nur dann mit einem niedrigeren Suchtverlangen verbunden, wenn geringer Stress vorlag. Der vor der Drogeneinnahme verspürte Stress kann zu einer Stresssensibilisierung und einem vermehrten Drogenverlangen führen. (CF)
J Grusser SM et al.: Bur Addict Res 13 (2007) 31-38
Praxis-Depesche 14/2007