Wenn Trauer tötet
30/April/2008/08:33 Abgelegt in:Psyche
UTRECHT - Auch wenn das "gebrochene Herz" keine anerkannte Todesursache darstellt, konnte Margaret Stroebe der niederländischen Utrecht University in einer Studie nachweisen, dass Trauer einen erheblichen Einfluss auf die Sterblichkeit hat.
Besonders gefährdet seien die Hinterbliebenen in den ersten Wochen nach dem Tod eines Angehörigen, schreiben die Psychologen um Stroebe in THE LANCET. Trauer sei zwar keine Krankheit und lasse meist auch ohne psychologische Beratung nach. Dennoch belaste sie die körperliche und psychische Gesundheit. Insbesondere steige die Suizidgefährdung. Bei Witwern erhöhe sich das Risiko um 21 Prozent, in den Monaten nach dem Tod der Ehefrau ums Leben zu kommen. Bei Witwen stieg das Risiko um 17 Prozent. Quelle: Der Kassenarzt Nr. 1, Januar 2008