Informationsflut in Gesundheitsfragen überfordert Patienten
12/Juni/2007/08:04 Abgelegt in:Allgemeines
Eine Bremer Bevölkerungsumfrage mit rund 3600 Teilnehmern hat jetzt gezeigt: Patienten sind in Gesundheitsfragen erheblich besser informiert als ihre Väter und Mütter. Aber sie sind auch kritischer und anspruchsvoller. Die ärztliche Diagnose reicht den meisten nicht aus: Zwei von drei Patienten (67%) bemühen sich vor oder nach einem Arztbesuch um zusätzliche Informationen, sei es zu den Krankheitsursachen, sei es zu den Behandlungsmöglichkeiten. Über die Hälfte (56%) aller Patienten stellen anlässlich eines Arztbesuches zumindest manchmal schon vorher eine eigene Diagnose auf, weitere 18% machen dies regelmäßig.
Eine zentrale Erkenntnis der Befragung, so bilanzieren die Wissenschaftler, lautet: "Das Schlagwort vom 'informierten Patienten', der heute über Gesundheitsbeschwerden und Erkrankungen weit reichende Kenntnisse besitzt, ist nur Teil der Wahrheit. Patienten engagieren sich zwar sehr viel häufiger als früher um Informationen, bleiben oft aber auch ratlos zurück".
Patienten wollen keine abstrakten und unpersönlichen Informationen oder populär aufbereitetes medizinisches Fachwissen. Sie brauchen keinen medizinischen Nachhilfeunterricht, sondern Antworten zu persönlichen Problemen: Soll ich jetzt zu dieser Krebs-Früherkennungsuntersuchung gehen? Kommt Akupunktur oder eine andere alternative Behandlungsmethode für mich in Frage - in Anbetracht meines Lebensalters und meiner Krankheits-Vorgeschichte? Quelle: www.forum-gesundheitspolitik.de
Patienten wollen keine abstrakten und unpersönlichen Informationen oder populär aufbereitetes medizinisches Fachwissen. Sie brauchen keinen medizinischen Nachhilfeunterricht, sondern Antworten zu persönlichen Problemen: Soll ich jetzt zu dieser Krebs-Früherkennungsuntersuchung gehen? Kommt Akupunktur oder eine andere alternative Behandlungsmethode für mich in Frage - in Anbetracht meines Lebensalters und meiner Krankheits-Vorgeschichte? Quelle: www.forum-gesundheitspolitik.de