Diagnostik auf Nahrungsmittel-Allergien in der Allergologie steht auf wackeligen Füßen
12/November/2008/08:16 Abgelegt in:Allergien
"Kein spezifisches IgE (Antikörper), Hauttest negativ und doch Typ-1-allergisch, das kann Diagnostiker ganz schön an der Nase herum führen. Die gastrointestinale (Magen-Darm-) Symptomatik ist zudem höchst variabel", so lautet die Einführung in den Artikel der Fachzeitschrift "Ärztliche Praxis DermatologieAllergologie" in ihrer Ausgabe 5_2008. Überschrift: "Kuhmilch ist eine heiße Mischung".
Hartnäckige Verstopfung, aber auch Durchfälle, Gedeihstörungen bei Babys und Kleinkindern, Neurodermitis, dauerndes Aufstoßen, Sodbrennen, Colitis ulcerosa, Erbrechen, Schnupfen, Kopfschmerzen, ... Viele Krankheitssymptome können mit einer Allergie assoziiert sein.
Im hochspezialisierten Haunerschen Kinderspital in München steht fest: "Die Abklärung von Nahrungsmittel-Allergien beim Kind ist kompliziert und folgt eigenen Regeln."
"Außer einer (auch nicht immer!) postiv ausfallenden doppelblind Placebo-kontrollierten Provokationsmahlzeit versagen übliche Allergietests. Spezifisches IgE liegt oft im Normalbereich.Es kann aber auch extrem hoch sein, ohne dass eine Allergie vorliegt. Auf die Hauttestung ist ebenso wenig Verlass, Epikutantestung hilft auch nicht weiter und selbst Biopsien (Gewebsprobeentnahmen) bleiben oft ergebnislos. (...) Schlüsselt man Kuhmilchproteine auf, ergibt sich ein buntes Muster an Reaktionen gegen Kaseine, Lactalbumin und/oder Laktglobulin, was erklärt, dass manche Kuhmilchallergiker beispielsweise Molke vertragen können, nicht aber Vollmilch. (...) Eine 14-Tage-Karenz des verdächtigen Auslösers ist am ehesten geeignet, der Ursache des Übels auf die Spur zu kommen. (...) Warum Kuhmilchallergie hartnäckige Obstipation (Verstopfung) verursachen kann, ist völlig unklar. Hier kann die Therapie "milchfrei" schlagartig weiterhelfen. (...) Bemerkenswert: Motilitätsstörungen (Störungen der Beweglichkeit des Magen-Darm-Traktes) nach einmaliger Allergenprovokation halten länger als eine Woche an."
Im hochspezialisierten Haunerschen Kinderspital in München steht fest: "Die Abklärung von Nahrungsmittel-Allergien beim Kind ist kompliziert und folgt eigenen Regeln."
"Außer einer (auch nicht immer!) postiv ausfallenden doppelblind Placebo-kontrollierten Provokationsmahlzeit versagen übliche Allergietests. Spezifisches IgE liegt oft im Normalbereich.Es kann aber auch extrem hoch sein, ohne dass eine Allergie vorliegt. Auf die Hauttestung ist ebenso wenig Verlass, Epikutantestung hilft auch nicht weiter und selbst Biopsien (Gewebsprobeentnahmen) bleiben oft ergebnislos. (...) Schlüsselt man Kuhmilchproteine auf, ergibt sich ein buntes Muster an Reaktionen gegen Kaseine, Lactalbumin und/oder Laktglobulin, was erklärt, dass manche Kuhmilchallergiker beispielsweise Molke vertragen können, nicht aber Vollmilch. (...) Eine 14-Tage-Karenz des verdächtigen Auslösers ist am ehesten geeignet, der Ursache des Übels auf die Spur zu kommen. (...) Warum Kuhmilchallergie hartnäckige Obstipation (Verstopfung) verursachen kann, ist völlig unklar. Hier kann die Therapie "milchfrei" schlagartig weiterhelfen. (...) Bemerkenswert: Motilitätsstörungen (Störungen der Beweglichkeit des Magen-Darm-Traktes) nach einmaliger Allergenprovokation halten länger als eine Woche an."