Patienten orientieren sich um: Weg vom Payer hin zum Player, sie legen Wert auf Fürsorge und Empathie
24/Februar/2007/07:58 Abgelegt in:Patienten
In Zeiten wachsenden Wettbewerbs im Gesundheitswesen rücken die Patienten mit ihren Bedürfnissen und Wünschen zunehmend in den Mittelpunkt des Klinik- und Praxisalltages. Dabei ist das Bild des passiven und im wörtlichen Sinne erduldenden Kranken der Idealvorstellung eines aktiven und autonomen Nutzers der gesundheitlichen Versorgung gewichen. Patienten wollen bei der Auswahl von Ärzten und Krankenhäusern mitreden und entscheiden. Folglich steht die Partizipation des Patienten am Versorgungsgeschehen im Mittelpunkt des Interesses. Quelle: Bertelsmann-Stiftung
Zentrale Basis für diese Beteiligung sind verständliche und leicht erreichbare Informationen über die Qualität der Behandlung und das Leistungsangebot sowie eine bedarfs- und bedürfnisgerechte Beratung und Aufklärung mit dem Ergebnis einer Transparenzerhöhung für den Patienten. Meist fehlen jedoch unabhängige Informationsgrundlagen, die eine aktive und fundierte Entscheidungsfindung in geeigneter Weise unterstützen.
Dies liegt vor allem daran, dass die Vielzahl existierender Informationsangebote und Transparenzinitiativen, die von unterschiedlichen Akteuren des Gesundheitswesens betrieben und gesteuert werden, bestimmte Partikularinteressen verfolgen, die die Belange der Patienten zum Teil in den Hintergrund drängen. Ein weiteres zentrales Defizit der bestehenden Angebote liegt in einer unzureichenden Nutzerfreundlichkeit, der sehr unübersichtlichen Vielfalt und einem mangelnden Bekanntheitsgrad in der Bevölkerung.
Wegen ihrer unabhängigen und gemeinnützigen Verankerung setzt sich die Bertelsmann Stiftung für mehr Transparenz und Qualität von Leistungserbringern ein und möchte zu einer konsequenten Ausrichtung auf die Interessen der Patienten und Verbraucher beitragen. Das Ziel ist klar: Patientinnen und Patienten sollen stärker mitreden können und zum aktiven, gleichberechtigten Partner aller Beteiligten im Gesundheitswesen werden.
Laut Dr. Doris Schaeffer (Fakultät für Gesundheitswissenschaften der Universität Bielefeld) sind die zentralen Dimensionen der wahrgenommenen und erwarteten Behandlungsqualität vor allem Kommunikation und Interaktion zwischen Arzt und Patient, dann folgten Vertrauenswürdigkeit, Fachkompetenz und Expertise. Respekt vor der Person und Individualität stehen an ranghoher Stelle in der Patientenpräferenz. Aus Sicht der Patienten sollte diese Grundhaltung auch die Beziehung zu den behandelnden Ärzten prägen. So erwarten sie beispielsweise, dass man ihnen mit Interesse, Verständnis und Einfühlungsvermögen begegnet. Die Arzt-Patienten.Beziehung sollte durch Freundlichkeit, Ehrlichkeit, eine kontinuierliche Begleitung und Fürsorglichkeit gekennzeichnet sein.
Laut Dr. Doris Schaeffer (Fakultät für Gesundheitswissenschaften der Universität Bielefeld) sind die zentralen Dimensionen der wahrgenommenen und erwarteten Behandlungsqualität vor allem Kommunikation und Interaktion zwischen Arzt und Patient, dann folgten Vertrauenswürdigkeit, Fachkompetenz und Expertise. Respekt vor der Person und Individualität stehen an ranghoher Stelle in der Patientenpräferenz. Aus Sicht der Patienten sollte diese Grundhaltung auch die Beziehung zu den behandelnden Ärzten prägen. So erwarten sie beispielsweise, dass man ihnen mit Interesse, Verständnis und Einfühlungsvermögen begegnet. Die Arzt-Patienten.Beziehung sollte durch Freundlichkeit, Ehrlichkeit, eine kontinuierliche Begleitung und Fürsorglichkeit gekennzeichnet sein.