Zerbrechliche Pumpe

Psychischer Stress bringt den Lebensmotor aus dem Takt. Die quantitative Bedeutung psychosozialer Stressoren ist gleichzusetzen mit den körperlichen Faktoren, sagt zum Beispiel Professor Jordan, Leiter der ersten Klinik für Psychokardiologie in Bad Nauheim. Wie sehr zum Beispiel Depressionen, fehlende Geborgenheit und Konflikte ans Herz gehen können, haben zahlreiche Studien gezeigt: Die Leiden der Seele schwächen den Lebensmuskel. In der Versorgung von Herzpatienten ist eine Kursänderung angesagt, die PSYCHOKARDIOLOGIE wird jetzt auch am Universitätsklinikum Göttingen eingeführt.
Durch psychischen Stress wird das autonome (vegetative) Nervensystem jahrelang intensiv aktiviert, daraus resultiert eine Fehlregulation der Herz-Kreislauf- und Stoffwechselfunktionen. Was unser "Reptiliengehirn" in Daueralarm hält, steigert Herzfrequenz und Blutdruck, vermehrt Cholesterin und Triglyceride, fördert die Zusammenklumpung der Blutplättchen, erhöht den Sauerstoffbedarf des Herzens, vermindert die Variabilität der Herzfrequenz und schwächt das Immunsystem. Quelle: DocCheck-Newsletter 07.27