Naturheilpraxis Göttingen Naturheilverfahren Boris Alexander Hörold

Privat- und Selbstzahler-Praxis im Ostviertel  •  Planckstr. 23  •  37073 Göttingen 


Ihre Rechte -  Privatpatienten und die Krankenkassen/Beihilfe

Sie sind privat versichert oder haben eine private Zusatzversicherung abgeschlossen und erwarten jetzt, dass unsere Leistungen von Ihrer privaten Krankenversicherung und Ihrer Beihilfestelle anstandslos erstattet werden?

Erwarten Sie lieber nicht zu viel! Warum?

Wir leben in einer Zeit, in der Krankenversicherungen generell, egal ob private oder gesetzliche Krankenversicherung, immer mehr Geld ausgeben für immer weniger Gesundheit. Trotz hoher und immer höher werdender Geldausgaben werden die Deutschen immer kränker. Sie leben zwar immer länger, das hat aber auch seinen Preis, denn wir werden nicht gesund alt - obwohl das auch anders sein könnte.

Die Konsequenz ist: die Krankenversicherungen und die staatlichen Beihilfestellen müssen sparen. Private Krankenversicherungen wollen sowieso sparen, denn die Vorstände und Aktionäre wollen schließlich Geld verdienen! Sparen und Geld verdienen wollen sind prinzipiell Tugenden und haben ihre Gültigkeit. Die Sache wird jedoch spätestens dann untugendhaft, wenn das ganze auf Kosten der Gesundheit eines Vertragspartners geht, der für seine monatlichen Beiträge, die mit zunehmendem Alter auch noch ansteigen, nicht die vertraglich vereinbarte Leistung erhält.

Von Ärzten erbrachte Leistungen werden immer häufiger von privaten Kostenträgern abgelehnt. Als Begründung werden häufig der mit dem Patienten geschlossene Versicherungsvertrag und das deutsche Versicherungsvertragsrecht bemüht. In den Ablehnungsschreiben steht dann sinngemäß, dass Ihre Krankenversicherung Ihnen zu jeder Zeit im Krankheitsfalle zur Seite steht um anfallende Kosten zu übernehmen. Allerdings nur unter bestimmten Bedingungen.

Die am häufigsten benutzte Begründung um unsere erbrachten Leistungen abzulehnen ist die fehlende sogenannte „medizinische Notwendigkeit“. Was denken Sie, wenn Ihre Krankenversicherung ärztliche Leistungen ablehnt mit der Begründung, sie seien medizinisch nicht notwendig? "Nicht notwendig" heißt im deutschen Sprachgebrauch so viel wie „unnötig“. Und was denken Sie über einen Arzt, der Ihnen Behandlungen angedeihen lässt, die unnötig sind? Wenn diese Behandlungen „unnötig“ sind, sind sie wahrscheinlich auch „überflüssig“? Und wenn das stimmt, warum hat Ihr Arzt das dann gemacht? Was ist seine Absicht gewesen, Ihnen als krankem Menschen eine nicht notwendige Behandlung zuteil werden zu lassen? Wenn er zudem noch schulmedizinisch umstrittene Behandlungsverfahren anbietet, könnte es sein, dass dieser Arzt sogar ein „Abzocker“ ist?

Diese und ähnliche Gedankengänge existieren normalerweise beim Patienten, der eine Arztrechnung bei seiner privaten Krankenversicherung und/oder seiner staatlichen Beihilfestelle vor zwei Wochen eingereicht hat und nun den Ablehnungsbescheid liest.

ABER:

Wussten Sie, dass es sich bei der "medizinischen Notwendigkeit" um einen juristischen Sachverhalt handelt, der bereits dann gegeben ist, wenn jemand wie Sie ein gesundheitliches Problem hat und jemand wie wir auf der anderen Seite des Schreibtisches eine medizinisch-therapeutische Lösungsstrategie dafür anbieten?

Wussten Sie, dass deutsche Richter von einem Behandlungsverfahren lediglich erwarten, dass es in der Vergangenheit seine Erfolge bei solchen gesundheitlichen Problemen bewiesen hat?

Wussten Sie, dass laut Grundgesetz der deutsche Bürger ein Recht auf Heilungschance hat?

Wussten Sie, dass es etliche Gerichtsurteile gibt, die privaten Krankenversicherungen und Beihilfestellen bescheinigen, dass ihre Auslegung der medizinischen Notwendigkeit juristisch nicht haltbar ist?

Was glauben Sie wohl, wird ein ärztlicher Gutachter einer Krankenversicherung bescheinigen, wenn es um die Klärung der medizinischen Notwendigkeit geht? Kennen Sie den Satz „wess' Brot ich fress', dess' Lied ich sing“?

Häufig bescheinigen diese Gutachter dann eine fehlende „wissenschaftliche Anerkennung“ des Behandlungsverfahrens, die zweite Begründung für die Ablehnung der Kostenübernahme.

Wussten Sie, dass die „wissenschaftliche Anerkennung“ eines Behandlungsverfahrens gar keine Voraussetzung für die Kostenerstattung ist und dass deutsche Richter regelhaft urteilen, dass wenn sie so richten würden, jeglicher medizinischer Fortschritt aufgehalten würde?

Ja, private Kostenträger haben es bei Gericht schwer mit immer wieder denselben Begründungen ihre Einsparmaßnahmen durchzusetzen.

Es gibt offensichtlich Spielregeln und Gesetze in unserem Land, die in bestimmten Situationen andere Spielregeln und Gesetze außer Kraft setzen.

Wenn einer von uns zum Beispiel Bürgermeister von Göttingen und der Meinung wäre, dass Selbstjustiz eine passable Sache sei, die im Zuständigkeitsbereich des Bürgermeisters von Göttingen ab morgen Gültigkeit hätte, würden, auch wenn der Rat der Stadt Göttingen dies einstimmig beschlossen hätte, die Bundesgesetze diesen Erlass sofort außer Kraft setzen.

Und genau dies geschieht sehr wahrscheinlich, wenn Patienten als Konsequenz für eine fehlende Kostenerstattung einen versierten Rechtsanwalt oder eine versierte Rechtsanwältin bemühen, ihre Interessen wahrzunehmen und ihre privaten Kostenträger auf Kostenerstattung zu verklagen.

Zugegebenermaßen machen das nicht viele Patienten und das wissen die privaten Kostenträger!

Eine Juristin hat im Rahmen einer wissenschaftlichen Arbeit das Verhalten der Kostenträger bei Gericht untersucht und festgestellt, dass private Krankenversicherungen und Beihilfen es ganz offensichtlich „darauf ankommen lassen“. Erst wenn der Fall beim Bundesgerichtshof (BGH) verhandelt wird, lenken sie ein, denn es wäre ziemlich ungünstig für die Branche, wenn Heerscharen von Patienten mit einem Urteil des Bundesgerichtshofs ihre privaten Kostenträger konfrontieren würden. Böse Zungen behaupten, dass der Umstand, dass nur wenige Patienten den Gang zum Rechtsanwalt nutzen, für die Kostenträger ein „funktionierendes Geschäftsmodell“ sei.

Weitere Informationen, Gerichtsurteile, Begründungen von Gerichtsurteilen, die dazu geführt haben, dass sogar therapeutische Präparate, die zwar im freien Handel für jedermann käuflich erwerbbar sind und juristisch als „Nahrungsergänzungsmittel“ bezeichnet werden, von privaten Kostenträgern erstattet werden mussten, finden Sie im passwortgeschützten Bereich dieser Seite.

Das Passwort erhalten Sie von uns persönlich, wenn Sie sich bei uns in Behandlung befinden.

Passwort:

empty